E-Book-Reader: E-Book-Unternehmen Txtr meldet Insolvenz an
Das Berliner E-Book-Unternehmen Txtr(öffnet im neuen Fenster) ist insolvent. Das Amtsgericht Charlottenburg hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet(öffnet im neuen Fenster).

Das Unternehmen wollte 2009 den E-Book-Reader Txtr Reader auf den Markt bringen. Das Gerät wurde modifiziert, die Einführung mehrfach verschoben. Schließlich kam der Txtr Reader nur in geringer Auflage im Ausland auf dem Markt, wo er sich aber auch nicht sehr gut verkaufte.
E-Books statt E-Book-Reader
Txtr versuchte sich stattdessen als Inhalteanbieter und baute einen E-Book-Shop auf. Die Nutzer konnten die digitalen Bücher über eine eigene App auf ihren Mobilgeräten lesen. Der Hardwarehersteller Acer übertrug Txtr den Betrieb des E-Bookshops für seine Tablets.

2012 startete Txtr einen neuen Anlauf mit einem Lesegerät: Beagle war eher ein Bildschirm zum Lesen als ein E-Book-Reader. Die Texte waren nämlich auf dem Smartphone gespeichert und wurden per Bluetooth auf den Beagle übertragen.
E-Books statt E-Book-Reader
Entsprechend wollte Txtr den Beagle als Zubehör zum Smartphone über die Mobilfunkanbieter vertreiben. So hätte das Gerät nur 10 Euro kosten sollen. Das klappte aber nicht, weshalb Txtr versuchte, den Beagle selbst zu vermarkten. Aber auch hier blieb der Erfolg aus.
Ende 2014 startete Txtr über ein Tochterunternehmen das E-Book-Angebot Blloon(öffnet im neuen Fenster) in Großbritannien. Die Nutzer können die E-Books über eine iOS-App lesen. Sie zahlen im Monat 4 oder 6 britische Pfund und können dafür 500 respektive 1.000 Seiten in diesem Zeitraum lesen.
Bllon sollte Anfang dieses Jahres auch in Deutschland und den USA starten. Inwieweit das Unternehmen von der Txtr-Insolvenz betroffen ist, ist unklar.
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