E-Bikes: Vanmoof wäre Ende 2022 fast in Konkurs gegangen

Wie das niederländische Financieele Dagblad(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat Vanmoof im letzten Jahr kaum noch Geld gehabt, um seine Rechnungen zu bezahlen und musste dringend Kapital aufnehmen, um weiterarbeiten zu können. Das Unternehmen hat seine Zulieferer gebeten, die Zahlung aufzuschieben, bis zusätzliches Kapital beschafft wurde. Dem Bericht nach war nicht sicher, ob das Unternehmen ohne schnelle Finanzspritze über das erste Quartal 2023 hinaus hätte arbeiten können.
Vanmoof hatte jedoch Glück, da es in letzter Minute von seinen bestehenden Investoren genug Geldmittel auftrieb, um die Krise zu überwinden.
Vanmoof beschäftigt eine große Anzahl von Mitarbeitern. Zeitweise sollen es dem Bericht nach bis zu 900 Angestellte gewesen sein. Zudem betreibt das Unternehmen mehrere Flagship-Stores in Nordamerika, Europa und Asien.
Die Elektrofahrräder von Vanmoof basieren auf Nabenmotoren und sind günstiger als viele andere europäische E-Bikes von Unternehmen wie Urban Arrow, Riese & Müller und Gazelle. Neben den vergleichsweise niedrigen Preisen bieten die Räder ein elegantes Design.
Die Qualität der Fahrräder scheint jedoch teilweise problematisch zu sein. Dem Bericht nach beschwerten sich Kunden über Mängel und lange Reparaturzeiten. 2021 musste Vanmoof laut Bericht 8 Millionen Euro für Garantiereparaturen zurückstellen. Die Kunden können nicht auf andere Fahrradgeschäfte ausweichen, weil Vanmoof nur eigene Teile verwendet.
Im vergangenen Jahr machte Vanmoof einen Verlust von rund 78 Millionen Euro, genauso viel wie im Vorjahr. Die rund 200 Millionen Euro, die das Unternehmen in den letzten Jahren von Investoren erhielt, waren so schnell aufgebraucht.



