E-Bike: Super73 bringt günstigeres Elektrofahrrad nach Deutschland

Das Super73 ZX ist ein E-Bike im Lowrider-Design für 2.500 Euro. Als versicherungsfreies Pedelec dürfte das Rad in Deutschland aber nicht gelten.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Super73 ZX
Das Super73 ZX (Bild: Super73)

Der Hersteller Super73 hat mit dem ZX ein neues E-Bike vorgestellt, dessen Preis niedriger als bei den bisherigen Modellen ist. Das Rad ist im Lowrider-Design gehalten und hat entsprechend eine recht niedrige Sitzhöhe von 79 cm. Der Rahmen ist aus Aluminium und hat eine Sitzbank, auf der zwei Personen Platz finden sollen.

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Das Super73 ZX bietet in der Grundeinstellung eine Tretunterstützung bis 25 km/h mit einem auf 250 Watt gedrosselten Motor, was in Deutschland den Vorgaben für Pedelecs ohne Notwendigkeit auf Zulassung oder Führerschein entspricht.

Allerdings lässt sich das E-Bike offenbar einfach über eine App auf eine Unterstützung von 35 km/h und 45 km/h umschalten. Der Motor erreicht dann eine Spitzenleistung von 1.350 Watt.

Pedelecs mit zu starkem Motor benötigen Versicherung

Damit würde es sich beim ZX nicht mehr um ein Fahrrad handeln, sondern um ein Kleinkraftrad. Für dieses benötigen Nutzer in Deutschland einen Führerschein (mindestens Klasse AM) und ein Versicherungskennzeichen.

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Beides spricht Super73 in seiner Pressemitteilung nicht an; auf der Webseite wird lediglich erklärt, dass das Rad dank der Unterstützung von 25 km/h in Europa ohne Führerschein gefahren werden dürfe, was nicht stimmt.

Das hat die Berliner Fahrradstaffel Golem.de in einem ausführlichen Gespräch bestätigt: Wer mit einem Pedelec ohne Kennzeichen kontrolliert wird, das schneller als 25 km/h unterstützt, kann Probleme bekommen.

Der Polizei sind die Modelle bekannt, bei denen sich die Unterstützung leicht per App erhöhen lässt. Im Ernstfall wird das Rad eingezogen und Fahrer erwarten rechtliche Konsequenzen.

  • Das Super76 ZX hat einen Motor in der Hinterachse. (Bild: Super73)
  • Der Lenker des Super76 ZX (Bild: Super73)
  • Das Super76 ZX kann per App auf eine höhere Tretunterstützung eingestellt werden. In Deutschland ist dann ein Führerschein und eine Versicherung notwendig. (Bild: Super73)
  • Das Super76 ZX ist ein E-Bike im Lowrider-Design. (Bild: Super73)
  • Das Fahrrad hat eine niedrige Sitzhöhe und ist in zwei Farben verfügbar. (Bild: Super73)
Das Super76 ZX ist ein E-Bike im Lowrider-Design. (Bild: Super73)

Gangschaltung von Shimano

Das Super73 ZX hat eine 10-Gang-Schaltung von Shimano und Scheibenbremsen. Der Elektromotor ist in der Hinterachse verbaut. Der Akku ist unter dem Sitz eingebaut und lässt sich zum Laden entfernen. In sechs bis acht Stunden soll er aufgeladen sein, die Reichweite gibt Super73 mit bis zu 50 Kilometern an - je nach Fahrmodus.

Das Super73 ZX kostet in Deutschland 2.500 Euro und kann bereits vorbestellt werden. Vor dem Kauf sollten Interessierte sich beim Hersteller oder Händler dringend nach der rechtlichen Situation erkundigen.

Ob Super73 das E-Bike in Deutschland mit einer veränderten App ohne zusätzliche Modi anbietet, damit die Führerschein- und Versicherungspflicht entfällt, ist nicht bekannt. Auf eine Anfrage von Golem.de hat der Hersteller zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht reagiert.

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DarioBerlin 25. Jun 2021

Nein - das Original sind die Bonanza Räder, welche schon in den 1960er Jahren in den USA...

JensBröcher 25. Jun 2021

Es gibt doch eScooter mit grossen Reifen...

EWCH 24. Jun 2021

das scheint mir auf Dauer nicht gut fuer die Knie zu sein

.v- 24. Jun 2021

Mit einem Mofa ja - aber eben nicht mit einem 45er Roller bzw. diesem über 25km/h...

DarioBerlin 24. Jun 2021

Mich erinnert das, durch den langen Sitz, an die "Bonanza" Räder, welche es ab den 1970er...



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