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E-Bike-Hersteller: Van Moof will einigen Kunden 1.000 Euro Nachlass geben

Nach der Insolvenz 2023 versucht der E-Bike-Spezialist Van Moof einen Neuanfang und will Kunden entschädigen, die kein Fahrrad erhielten.
/ Andreas Donath
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E-Bike von Van Moof (Bild: Van Moof)
E-Bike von Van Moof Bild: Van Moof

Nach der Insolvenz im Jahr 2023 und Tausenden enttäuschten Kunden, die ihr bezahltes Fahrrad nie erhielten, wagt das niederländische E-Bike-Unternehmen Van Moof(öffnet im neuen Fenster) unter neuer Führung einen Neustart.

Der neue Co-Geschäftsführer Eliott Wertheimer bezeichnet das Vorhaben im Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) als " Hochrisikoprojekt mit großen Erfolgschancen ". Van Moof sei trotz der Pleite noch immer eine starke Marke und habe eine solide technologische Grundlage sowie eine treue Anhängerschaft. Die Herausforderung bestehe darin, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

Dazu bietet Van Moof Kunden, die ihr bestelltes Rad wegen der Insolvenz nicht erhielten, einen Gutschein über 1.000 Euro für den Kauf eines neuen Fahrrads der Marke an. Wertheimer räumte im Handelsblatt ein, dass diese Maßnahme das Unternehmen zwar viel Geld kosten, aber nicht alle Betroffenen zufriedenstellen werde.

200 Servicepartner bis Ende 2024 geplant

Die Insolvenz Van Moofs hatte neben der allgemeinen Krise in der Fahrradbranche unternehmensinterne Gründe. Die Räder wurden anfangs zu günstig verkauft, was zu niedrigen Margen führte. Zudem erwiesen sich einige Teile als fehleranfällig, was Reparaturen erschwerte.

Die neue Führung plant dem Bericht zufolge, diese Schwachstellen zu beheben. Der Vertrieb soll künftig auch über Fachhändler erfolgen. Partnerwerkstätten sollen den Service übernehmen. Bis Ende des Jahres will Van Moof 200 Servicepartner haben, um Kunden in den Hauptmärkten Niederlande und Deutschland besser bedienen zu können.

Auch bei der Produktentwicklung setzt Van Moof dem Handelsblatt-Bericht nach auf einen neuen Ansatz. Neben eigenen Komponenten sollen künftig Standardteile und von Partnern entwickelte Spezialteile zum Einsatz kommen. In Kernbereichen wie Beleuchtung und Antrieb will das Unternehmen weiter auf eigene Lösungen setzen.

Van Moof wurde mit der E-Roller-Firma Lavoie verschmolzen und plant laut Bericht, künftig auch E-Scooter anzubieten .


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