E-Bike-Antriebe: DJI Avinox M2S bietet bis zu 1.500 Watt und 150 Nm
Der Drohnen-Marktführer DJI verschärft den Wettbewerb auf dem E-Bike-Markt. Mit der Vorstellung der neuen Antriebssysteme Avinox M2S und M2 setzt das Unternehmen technische Eckdaten, die weit über den bisherigen Standards der etablierten Konkurrenz liegen. Während das Modell M2 bereits hohe Leistungswerte liefert, erreicht das Spitzenmodell Avinox M2S eine Spitzenleistung von bis zu 1.500 Watt und ein Drehmoment von 150 Newtonmetern.
Diese technische Offensive erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem in der Branche eine Debatte über Leistungsbegrenzungen geführt wird. Der Branchenverband ZIV hatte kürzlich eine freiwillige Obergrenze von 750 Watt ins Gespräch gebracht. Auch Bosch-Chef Claus Fleischer warnte in einem Interview(öffnet im neuen Fenster) vor einer zu starken Entfernung vom klassischen Fahrrad-Konzept, da dies strengere EU-Regulierungen provozieren könnte. DJI schöpft den technischen Spielraum hingegen voll aus und positioniert sich damit bewusst als High-Performance-Alternative zu Anbietern wie Bosch oder Shimano.
Wechselakkus und Integration in Apples Wo-ist-Netzwerk
Neben der reinen Kraftübertragung behebt DJI mit der neuen Generation einen wesentlichen Kritikpunkt des Vorgängers: Die Avinox-Systeme unterstützen nun herausnehmbare Akkus mit Kapazitäten von 600 oder 800 Wattstunden. Dies ermöglicht das Laden in der Wohnung, was bei den fest verbauten Batterien der ersten Generation nicht möglich war. Zudem kann der 600-Wh-Akku flexibel als Range-Extender am Rahmen montiert werden.
Softwareseitig transferiert DJI Know-how aus der Drohnensteuerung auf das E-Bike: Die Algorithmen passen die Unterstützung in Echtzeit an, während das OLED-Display neben Turn-by-Turn-Navigation auch eine biometrische Steuerung erlaubt, bei der die Motorleistung dynamisch an die Herzfrequenz des Fahrers gekoppelt wird. Ein technisches Alleinstellungsmerkmal im Segment ist zudem die tiefe Integration in Apples Wo-ist-Netzwerk (Find My), wodurch das Fahrrad nativ über Apple-Geräte geortet werden kann.
Verfügbarkeit bei über 60 Herstellern
Die Marktdurchdringung der neuen Antriebe ist breit angelegt. Laut DJI werden über 60 Fahrradhersteller, darunter Marken wie Canyon, Rotwild und Commencal, die Systeme verbauen. Parallel dazu bringt DJI unter der Eigenmarke Amflow neue Modelle auf den Markt. Das Amflow PX Carbon ist ab sofort für 6.999 Euro erhältlich, während die Pro-Version mit 9.999 Euro zu Buche(öffnet im neuen Fenster) schlägt. Das günstigere Modell Amflow PR Carbon startet bei 4.499 Euro (Pro: 5.899 Euro) und soll im weiteren Jahresverlauf erscheinen.
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