E-Autos und Hybride aus China: O wie modern

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Auf einem Parkplatz des Freizeitparks Fantawild prallen die Unterschiede europäischer und chinesischer Autokultur aufeinander. Internationale Autojournalisten sollen am Rande von Wuhu Modelle der Marken Omoda und Jaecoo testen. Es gibt mehrere Parcours für Beschleunigung und Slalom, die mit farbigen Hütchen abgesteckt sind.
Eine Runde dauert jeweils 40 Sekunden. Bei europäischen Fahrveranstaltungen ist man für mehrere Stunden auf öffentlichen Straßen unterwegs, um sich einen Eindruck vom Fahrzeug zu verschaffen.
Bevor die Journalisten in den Autos Platz nehmen, steht eine Sicherheitseinweisung an. Man erfährt, wie man richtig im Fahrzeug sitzt und wo man das Lenkrad anfasst. Mehr als 45 km/h sind auf dem regennassen Parkplatz nicht erlaubt.
Nach jeder Runde bekommt man einen Fragebogen, dessen Beantwortung länger dauert als die Fahrrunde. Bereits vor der Abreise war mit dem deutschen Pressesprecher abgemacht, dass Golem nur E-Autos vorstellt. Doch bei der Testrunde fehlt der Omoda 5. Erst nach hitzigen Diskussionen unter den chinesischen Mitarbeitern wird ein E-Auto bereitgestellt.
Über Fahrwerk, Funktionen und Ladeleistung lässt sich nach der Parkplatzrunde nichts schreiben. Der Mittelklasse-SUV kommt mit einer 59-kWh-LFP-Batterie von CATL, sie soll für bis zu 430 km (WLTP) Reichweite bei einem Verbrauch von 16,0 kWh auf 100 km ausreichen.
In 32 Minuten lädt der Omoda 5 von 30 bis 80 Prozent. Mit der in Deutschland üblichen Angabe von 10 bis 80 Prozent steht man also deutlich über 40 Minuten am Schnelllader. Die maximale Ladeleistung liegt bei 130 kW. Der Motor liefert 155 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 171 km/h.
Viel Hartplastik
Vor Ort bleibt noch der Eindruck eines sehr schlichten Interieurs mit viel Hartplastik. Dagegen spricht nichts, solange der Preis stimmt. Für Deutschland gibt es noch keine Preise. Doch Omoda und Jaecoo sind bereits in etlichen europäischen Märkten vertreten, so dass ein Blick auf die spanische Webseite Orientierung liefert. Dort startet der Omoda 5 bei 22.990 Euro.









In Deutschland sollte man eher mit einem Startpreis von knapp unter 30.000 Euro rechnen. Das ist immer noch gut, wenn man bedenkt, dass der Hersteller 10 Prozent Zoll plus 35,5 Prozent Strafzoll bei der Einfuhr zahlt.



