Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

E-Autos: Tesla-Batterien aus Nevada-Fabrik gestohlen

Seit Dezember 2025 verschwinden aus Teslas Gigafactory in Nevada Akkus im Wert von je bis zu einer halben Million US-Dollar.
/ Andreas Donath
1 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Tesla Gigafactory 1 (Bild: Smnt/Wikipedia)
Tesla Gigafactory 1 Bild: Smnt/Wikipedia

Elf Mal seit Dezember 2025 sollen organisierte Gruppen Lkw-Anhänger mit Tesla-Powerwalls und E-Auto-Batterien direkt vom Werksgelände im US-Bundesstaat Nevada gestohlen haben. Das geht aus Unterlagen des Storey County Sheriffs hervor, die das Magazin Wired auswertete(öffnet im neuen Fenster). Allein im Januar wurden neun Fälle dokumentiert, jeder einzelne Trailer soll Ware im Wert von 475.000 bis 500.000 US-Dollar geladen haben.

Falsche Ausweise, nicht lizenzierte Spediteure

Die Täter nutzten keine Brechstange. Sie hängten sich einfach in die Lieferkette. In mindestens einem Fall soll ein Spediteur einen Transportauftrag an einen nicht lizenzierten Transportdienstleister vergeben haben. In einem anderen Fall tauchten Verdächtige mit einem gefälschten Führerschein auf, der auf eine fremde Identität ausgestellt war. Drei Männer Ende 20 wurden am 30. Januar festgenommen, nachdem die Polizei einen GPS-Tracker an einem Anhänger angebracht hatte.

Frachtdiebstahl ist zum Problem geworden

Ein Tesla-Betriebsleiter räumte gegenüber Ermittlern ein, dass frühe Diebstähle auf fehlende Sicherheitskontrollen zurückzuführen gewesen seien. Inzwischen prüft das Unternehmen die Identität von Fahrern am Werkstor. Einige gestohlene Powerwalls tauchten zum Verkauf im Internet auf. Aktiviert werden können sie nicht, Tesla kann gestohlene Geräte sperren.

Der Fall Tesla steht für einen Trend. Forscher schätzen, dass Frachtdiebstahl in den USA zwischen 2022 und 2024 auf rund 18 Millionen US-Dollar Schaden täglich angewachsen ist. Besonders Elektronik und Automobilkomponenten sind betroffen.


Relevante Themen