E-Auto: Ora Funky Cat soll Sicherheitsprobleme haben

Der ADAC hat ein potenzielles Sicherheitsrisiko bei dem chinesischen Elektroauto Ora Funky Cat ausgemacht(öffnet im neuen Fenster) . Bei seinen regelmäßigen Autotests stellte der ADAC fest, dass das Typ-2-Ladekabel des Ora Funky Cat während eines aktiven Ladevorgangs abgezogen werden kann, bevor die Stromversorgung vollständig unterbrochen wurde.
Laut ADAC bedeutet dies, dass der Strom weiter fließt, auch wenn das Kabel entfernt wird. Im schlimmsten Fall könne dies zu Funkenbildung, Rauch und Brandschäden führen. Zumindest ist es wahrscheinlich, dass die Ladekontakte im Laufe der Zeit stärker abgenutzt werden.
Ora antwortete dem ADAC derweil, der Funky Cat sei sicher und erfülle alle geltenden deutschen Vorschriften. Das Unternehmen arbeite eng mit Prüforganisationen wie dem TÜV zusammen, um die Qualität zu gewährleisten.
Bis zu einer möglichen Behebung des Problems rät der ADAC allen Besitzern des Ora Funky Cat, sorgfältig zu prüfen, ob der Ladevorgang vollständig abgeschlossen sei, bevor sie das Kabel abzögen. Einige Ladestationen und Wallboxen ermöglichen es auch, den Ladevorgang aus der Ferne über eine mobile App zu stoppen.
Für einen sicheren Betrieb wird vor allem empfohlen, den Stecker nicht gewaltsam zu entfernen. Der ADAC informierte das Kraftfahrtbundesamt über seine Erkenntnisse.
Der Ora Funky Cat wurde Anfang 2023 zu Preisen ab 39.000 Euro auf den Markt gebracht. Das Fahrzeug verfügt über einen 41-kWh-Akku mit einer Reichweite von etwa 310 km. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h.
Die Versionen Pro und Pro Plus bieten eine höhere Reichweite von bis zu 420 km, das Spitzenmodell Pro Plus kostet 47.490 Euro.
Der vom ADAC aufgezeigte Mangel stellt für Ora ein ernstzunehmendes Problem dar. Sicherheitsbedenken bei einem neu eingeführten Modell könnten dem Vertrauen der Kunden in die Marke erheblich schaden. Insbesondere die Batterie- und Ladetechnik müssen bei Elektrofahrzeugen höchsten Ansprüchen genügen.



