Abo
  • IT-Karriere:

Dynetics: Darpa lässt fliegenden Drohnenträger entwickeln

Das US-Unternehmen Dynetics entwickelt für die Darpa eine Aufklärungsdrohne, die von einem Flugzeug im Einsatzgebiet abgesetzt wird. Ein Transportflugzeug nimmt die Drohne anschließend wieder auf. Im kommenden Jahr soll der fliegende Flugzeugträger einsatzbereit sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Transportmaschine Hercules sammelt Drohne ein: ähnlich wie Betanken in der Luft
Transportmaschine Hercules sammelt Drohne ein: ähnlich wie Betanken in der Luft (Bild: Dynetics)

Aussetzen, aufklären und wieder einsammeln: Die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) will im kommenden Jahr Aufklärungsdrohnen testen, die von einem Flugzeug aus starten und nach dem Einsatz zu diesem zurückkehren.

Stellenmarkt
  1. Interflex Datensysteme GmbH & Co. KG, Berlin
  2. EnBW Energie Baden-Württemberg AG Holding, Köln

Gremlins nennt die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums das 2015 vorgestellte Programm. Gebaut werden die Drohnen von dem US-Unternehmen Dynetics. Die Aufklärungsdrohnen sollen im Schwarm von einer Transportmaschine wie der Lockheed C-130 Hercules, einem Bomber wie der Boeing B-52 Stratofortress oder der Rockwell B-1 Lancer in der Nähe ihre Einsatzgebietes abgesetzt werden. Nach dem Einsatz soll eine Lockheed C-130 Hercules sie wieder aufnehmen.

Dafür hat Dynetics ein spezielles Fanggerät entwickelt. Es besteht aus einem Greifer und einem System, das dem Schnorchel ähnelt, der beim Auftanken in der Luft zum Einsatz kommt. An diesen dockt die Drohne an und wird dann zu dem Greifer hochgezogen, stabilisiert und dann durch die Heckklappe ins Flugzeug gehievt. Alternativ kann das Fangsystem auch unter der Tragfläche eines Flugzeuges angebracht werden.

Gremlins sollen nur wenige Einsätze fliegen

Der Vorteil besteht darin, dass die Gremlins nicht die Reichweite einer Global Hawk haben müssen, da sie von einem Flugzeug ins Einsatzgebiet gebracht werden. Das Flugzeug muss sich diesem aber nicht so weit nähern, dass es selbst in Gefahr gerät. Zudem sind die Gremlins relativ einfach konstruiert und sollen nach etwa zwei Dutzend Flügen ausgemustert werden. Darin ähneln sie der Einwegdrohne Apsara, die das US-Unternehmen Otherlab für die Darpa entwickelt.

Die Darpa hatte das Konzept des fliegenden Flugzeugträgers 2014 präsentiert. Es erinnert an ein Projekt aus den 1930er Jahren, als die US-Marine die Starrluftschiffe USS Akron und USS Macon mit Flugzeugen bestückte, die von den Luftschiffen aus starteten und anschließend wieder eingefangen wurden.

Die moderne Version wird Dynetics umsetzen. Dafür stellt die Darpa dem Unternehmen 38,6 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die ersten Tests sind für dieses Jahr geplant. Ende 2019 soll erstmals eine Hercules eine Gremlin in der Luft einfangen und aufnehmen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. AMD Ryzen 7 2700X + Corsair H115i Pro für 369€ statt ca. 414€ im Vergleich...
  2. 39€ (Bestpreis!)
  3. 29,99€ (Bestpreis!)
  4. 44,90€ + Versand (Vergleichspreis 63,39€)

daydreamer42 15. Mai 2018

Was gegen Mücken hilft, das könnte natürlich auch in ähnlicher Form auch gegen...

chefin 14. Mai 2018

Leichtbaumaterialien verschleissen recht schnell. Titan zb hat...


Folgen Sie uns
       


Mordhau Gameplay

Klirrende Klingen und packende Kämpfe mit bis zu 64 Spielern bietet das in einem mittelalterlichen Szenario angesiedelte Actionspiel Mordhau.

Mordhau Gameplay Video aufrufen
Autonomes Fahren: Per Fernsteuerung durch die Baustelle
Autonomes Fahren
Per Fernsteuerung durch die Baustelle

Was passiert, wenn autonome Autos in einer Verkehrssituation nicht mehr weiterwissen? Ein Berliner Fraunhofer-Institut hat dazu eine sehr datensparsame Fernsteuerung entwickelt. Doch es wird auch vor der Technik gewarnt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neues Geschäftsfeld Huawei soll an autonomen Autos arbeiten
  2. Taxifahrzeug Volvo baut für Uber Basis eines autonomen Autos
  3. Autonomes Fahren Halter sollen bei Hackerangriffen auf Autos haften

Vernetztes Fahren: Wer hat uns verraten? Autodaten
Vernetztes Fahren
Wer hat uns verraten? Autodaten

An den Daten vernetzter Autos sind viele Branchen und Firmen interessiert. Die Vorschläge zu Speicherung und Zugriff auf die Daten sind jedoch noch nebulös. Und könnten den Fahrzeughaltern große Probleme bereiten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Sicherheit BMW teilt Verkehrsdaten unter CC-Lizenz
  2. Autonomes Fahren Neolix fertigt autonome Lieferwagen in Serie
  3. Autonomes Fahren US-Post testet Überlandfahrten ohne Fahrer

5G-Auktion: Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war
5G-Auktion
Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war

Dass die Frequenzen für den 5G-Mobilfunk teuer wurden, lasten Telekom, Vodafone und Telefónica dem Newcomer United Internet an. Doch dies ist laut dem Netzplaner Kai Seim nicht so gewesen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Hohe Bußgelder gegen säumige Mobilfunknetzbetreiber
  2. Bundesnetzagentur 5G-Frequenzauktion erreicht 6,5 Milliarden Euro
  3. 5G-Auktion Etablierte wollen Preis für 1&1 Drillisch hochtreiben

    •  /