Dynetics: Darpa lässt fliegenden Drohnenträger entwickeln

Das US-Unternehmen Dynetics entwickelt für die Darpa eine Aufklärungsdrohne, die von einem Flugzeug im Einsatzgebiet abgesetzt wird. Ein Transportflugzeug nimmt die Drohne anschließend wieder auf. Im kommenden Jahr soll der fliegende Flugzeugträger einsatzbereit sein.

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Transportmaschine Hercules sammelt Drohne ein: ähnlich wie Betanken in der Luft
Transportmaschine Hercules sammelt Drohne ein: ähnlich wie Betanken in der Luft (Bild: Dynetics)

Aussetzen, aufklären und wieder einsammeln: Die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) will im kommenden Jahr Aufklärungsdrohnen testen, die von einem Flugzeug aus starten und nach dem Einsatz zu diesem zurückkehren.

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Gremlins nennt die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums das 2015 vorgestellte Programm. Gebaut werden die Drohnen von dem US-Unternehmen Dynetics. Die Aufklärungsdrohnen sollen im Schwarm von einer Transportmaschine wie der Lockheed C-130 Hercules, einem Bomber wie der Boeing B-52 Stratofortress oder der Rockwell B-1 Lancer in der Nähe ihre Einsatzgebietes abgesetzt werden. Nach dem Einsatz soll eine Lockheed C-130 Hercules sie wieder aufnehmen.

Dafür hat Dynetics ein spezielles Fanggerät entwickelt. Es besteht aus einem Greifer und einem System, das dem Schnorchel ähnelt, der beim Auftanken in der Luft zum Einsatz kommt. An diesen dockt die Drohne an und wird dann zu dem Greifer hochgezogen, stabilisiert und dann durch die Heckklappe ins Flugzeug gehievt. Alternativ kann das Fangsystem auch unter der Tragfläche eines Flugzeuges angebracht werden.

Gremlins sollen nur wenige Einsätze fliegen

Der Vorteil besteht darin, dass die Gremlins nicht die Reichweite einer Global Hawk haben müssen, da sie von einem Flugzeug ins Einsatzgebiet gebracht werden. Das Flugzeug muss sich diesem aber nicht so weit nähern, dass es selbst in Gefahr gerät. Zudem sind die Gremlins relativ einfach konstruiert und sollen nach etwa zwei Dutzend Flügen ausgemustert werden. Darin ähneln sie der Einwegdrohne Apsara, die das US-Unternehmen Otherlab für die Darpa entwickelt.

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Die Darpa hatte das Konzept des fliegenden Flugzeugträgers 2014 präsentiert. Es erinnert an ein Projekt aus den 1930er Jahren, als die US-Marine die Starrluftschiffe USS Akron und USS Macon mit Flugzeugen bestückte, die von den Luftschiffen aus starteten und anschließend wieder eingefangen wurden.

Die moderne Version wird Dynetics umsetzen. Dafür stellt die Darpa dem Unternehmen 38,6 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die ersten Tests sind für dieses Jahr geplant. Ende 2019 soll erstmals eine Hercules eine Gremlin in der Luft einfangen und aufnehmen.

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