Dynamische Kreditkarte: Plastc will die Geldbörse ersetzen

Der Wettbewerb um das digitale Bezahlen wird härter: Nach Coin drängt nun auch Plastc auf den Markt der Zahlungssysteme. Doch es gibt mächtige Konkurrenz.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Plastc macht die Kreditkarte schlauer
Plastc macht die Kreditkarte schlauer (Bild: Plastc)

Der Markt für digitale Zahlungssysteme wird enger. Nach Coin will auch Plastc Kredit-, Bonus- oder Kundenkarten durch eine einzige intelligente Karte ersetzen. Diese wurde am Dienstag vorgestellt und soll im Sommer 2015 verfügbar sein.

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Plastc kann die Daten von bis zu 20 verschiedenen Karten speichern. Die 0,8 Millimeter dünne Karte verfügt über ein berührungsempfindliches E-Ink-Display und funktioniert mit handelsüblichen Lesegeräten. Plastc setzt wie Apple mit dem iPhone 6 zusätzlich auf den Übertragungsstandard NFC, mit dem Transaktionen ohne Kontakt durchgeführt werden können.

Das Gerät verfügt, anders als Wettbewerber Coin, über einen EMV-Chip und einen RFID-Sensor, mit dem zum Beispiel ID-Karten für das Bürogebäude ersetzt werden können. Allerdings werden einige der Funktionen nach Angaben des Herstellers erst mit einem Firmware-Update Ende 2015 verfügbar sein. Wie auch Coin synchronisiert sich Plastc per Bluetooth mit dem Smartphone.

Daten können aus der Ferne gelöscht werden

Mit Hilfe einer Ladematte kann Plastc über Nacht aufgeladen werden. Laut Hersteller hält die Karte mit einer Ladung rund 30 Tage durch. Vergisst der Nutzer, die Karte rechtzeitig aufzuladen, wechselt Plastc automatisch auf die eingestellte Standardkarte, so dass bis zur nächsten Ladung weiter bezahlt werden kann.

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Dank der Zusammenarbeit mit den großen US-Banken kann die Karte die verbleibenden Beträge und Ausgaben der gespeicherten Karten anzeigen. Ähnlich wie Coin schützt Plastc die gespeicherten Daten mit einem PIN-Code. Zudem können nur Karten gespeichert werden, die den Namen des Besitzers tragen. Geht Plastc verloren, können die Daten aus der Ferne gelöscht werden. Plastc soll nach Angaben des Herstellers 155 US-Dollar kosten. Wann das System auf den deutschen Markt kommen soll, ist bislang nicht bekannt.

Im vergangenen November hatte Coin als erster Hersteller einen dynamischen Kartenersatz vorgestellt. Coin kann die Daten von acht Kreditkarten speichern. Nach Angaben des Herstellers hält die Karte mit einer Batterieladung rund zwei Jahre durch. Eine dazugehörige App kann Coupons und ID-Karten speichern. Allerdings hat sich der Start des Crowdfunding-Projekts bereits mehrmals verzögert, bislang ist Coin noch nicht im Handel.

Plastc gibt sich trotz Apple-Konkurrenz gelassen

Mit dem neuen iPhone ist auch Apple in das Geschäft mit Bezahlsystemen eingestiegen. Zur Autorisierung bei der Bezahlung mit dem auf NFC basierenden System dient der Fingerabdruck. Apple Pay soll Ende Oktober starten und Bezahlvorgänge benutzerfreundlicher machen. Beobachter rechnen mit einem schnellen Erfolg des Systems. In den USA hat Apple schon zahlreiche Ketten, darunter McDonald's, Macy's, Staples, Toys"R"Us, Disney und Subway, dazu gebracht, die Zahlungsfunktion zu unterstützen. Auch Amazon arbeitet an einem eigenen System.

Plastc gibt sich trotz der Konkurrenz gelassen. Es gebe noch immer viele Situationen, in denen eine physische Karte für die Bezahlung benötigt werde, etwa an Fahrkarten- oder Geldautomaten, hieß es.

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HubertHans 27. Okt 2014

Dann steck sie mal in einen EC-Automaten. Und freue dich, wenn du danach zum Schalter...

Spaghetticode 14. Okt 2014

Was ist denn das? Laut den verlinkten Bedingungen muss deutlich an der Kasse auf...

Peter Brülls 14. Okt 2014

Die meisten Amerikaner leben städtisch, mit der selben und höheren Dichte wie in den...

Peter Brülls 14. Okt 2014

Weniger. Allerdings weil ich einigermaßen konsequent alles weglasse, was ich nicht...



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