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Dynamic Spectrum Sharing: Telekom verabschiedet sich von langsamem Fake-5G

Mit Dynamic Spectrum Sharing konnte die Telekom viel 5G anbieten. Es war aber nicht schneller als LTE und hatte hohe Verluste bei der Signalisierung.
/ Achim Sawall
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Netzausbau der Telekom: nicht immer im Sinne der Nutzer, aber immer im Sinne des Maximalprofits (Bild: Deutsche Telekom)
Netzausbau der Telekom: nicht immer im Sinne der Nutzer, aber immer im Sinne des Maximalprofits Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat das Dynamic Spectrum Sharing (DSS) im 2.100-Megahertz-Frequenzband deaktiviert. Das gab der Netzbetreiber am 27. Mai 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Mit der Deaktivierung nutzt die Telekom das 2.100-MHz-Spektrum nun nur noch für 5G.

"DSS hat uns geholfen, 5G schnell in die Fläche zu bringen", sagte Alexander Jenbar, Chief Technology Officer der Telekom Deutschland. Mit zunehmender Nutzung setze man "das 2.100-MHz-Spektrum vollständig für 5G. So stellen wir mehr Kapazität bereit und sorgen für eine noch stabilere und leistungsfähigere 5G-Erfahrung".

DSS steht für die bedarfsabhängige Verteilung der Bandbreite zwischen 4G und 5G. Hohe Datenraten sind aber nur auf den hohen 5G-NR-Frequenzbändern um 3,5 GHz erzielbar. 5G auf LTE-Frequenzen kann zwar in kurzer Zeit eine große Fläche versorgen, ist aber in dieser Variante nicht schneller als LTE und brachte nur 150 MBit/s.

Bei DSS gehen 30 Prozent für Signalisierung ab

Das langsamere 5G, das Netzbetreiber in Deutschland zusammen mit LTE großflächig anbieten, verlangt zudem viel Kapazität für Spektrum Sharing. Laut dem Mobilfunkexperten und Buchautor Martin Sauter, der Senior Project Manager bei der Telekom ist, gehen bei DSS 30 Prozent für Signalisierung ab, weil der gleichzeitige Betrieb von LTE und 5G Kapazitäten in der Funkzelle benötigt.

Die Telekom hatte im April ihr Mobilfunknetz weiter ausgebaut. 81 neue Mobilfunkstandorte hat das Unternehmen in Betrieb genommen. An 548 bestehenden Standorten hatte die Telekom die Kapazität erhöht. Die meisten neuen Standorte hat die Telekom in Baden-Württemberg (14) in Betrieb genommen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (13) und Bayern (12).

Alle Standorte nutzen künftig Low-Band-Frequenzen: 700, 800 und 900 Megahertz (MHz). 90 Prozent der Standorte erhalten zusätzlich Mid-Band-Frequenzen: 1.500, 1.800 und 2.100 MHz. Nur an Verkehrsknotenpunkten kommt das 3,6-GHz-Band zum Einsatz. 85 Prozent der Standorte erhalten Glasfaser mit mehr als 10 GBit/s als Backhaul.


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