Dynamic Spectrum Sharing: Telekom baut an 756 Mobilfunkstandorten 5G aus

Die Telekom hat hauptsächlich 5G mit Dynamic Spektrum Sharing ausgebaut. Auch bei reinem 4G gibt es Erfolge.

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Mobilfunkversorgung der Telekom
Mobilfunkversorgung der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Telekom hat in den vergangenen zwölf Wochen bundesweit an 756 Mobilfunkstandorten 5G-Kapazitäten aufgebaut. Das gab der Netzbetreiber am 6. Dezember 2021 bekannt. Durch DSS (Dynamic Spektrum Sharing) ist an diesen Standorten auch LTE nutzbar.

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Die Telekom wird erst am 14. Dezember 2021 aktuelle Angaben zum Ausbau im schnellen C-Band veröffentlichen, sagte Telekom-Sprecherin Anne Geelen Golem.de auf Anfrage. Die letzten Angaben stammen von Ende August und liegen bei über 2.400 Antennen und mehr als 800 Standorten im Bereich 3,6 GHz.

Darüber hinaus hat die Telekom an 478 Standorten zusätzliche LTE-Kapazitäten geschaffen. Außerdem wurden 96 neue LTE-Standorte gebaut.

"Aktuell funken mehr als 32.000 Standorte im Netz der Telekom. Zusätzlich nehmen wir jährlich mehr als 1.500 neue Standorte in Betrieb", sagte Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland. "Hinzu kommen LTE- und 5G-Erweiterungen an Tausenden bestehenden Standorten."

Telekom überall Testsieger, aber ...

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Laut Chip-Netztest vom 30. November 2021 bietet die Telekom viel 5G an, das auf LTE-Frequenzen funkt. Damit könne man zwar in kurzer Zeit eine große Fläche versorgen, aber 5G in dieser Variante sei nicht schneller als LTE. Das schnelle 5G im C-Band dagegen komme langsam, auf den dafür im Jahr 2019 versteigerten Frequenzen bei 3,6 GHz. Auch hier erkämpfte sich die Telekom beim Ausbau einen leichten Vorsprung vor O2, Vodafone versorgt bisher am wenigsten Fläche mit dem schnellen 5G.

Bei 5G-Netzen setzt die Telekom noch oft auf Dynamic Spectrum Sharing (DSS), die bedarfsabhängige Verteilung der Bandbreite zwischen 4G und 5G, stellte auch der Connect Mobilfunknetztest vom 30. November fest. Abdeckungszahlen sind somit eine Summe der Werte für reine 5G-Zellen und Zellen mit 5G-DSS. Höchste Datenraten sind nur auf den hohen 5GNR-Frequenzbändern um 3,5 GHz erzielbar. Die Telekom liege beim 5G-Ausbau weiterhin vorn - in Großstädten wurden schon rund 90 Prozent der Daten-Samples mit 5G erfasst.

Richtig überzeugend war laut Computer Bild Netztest vom 2. Dezember die 5G-Datenrate in allen Netzen nur in Großstädten, wo im C-Band ausgebaut wird. Die Telekom gewinnt in den meisten Städten, aber nicht überall. In Leipzig wurde von der Telekom mit 186 MBit/s der höchste Messwert im Test erreicht. In Bremen war Vodafone mit 135 MBit/s und in Frankfurt mit 114 MBit/s beim Download führend, in Essen (78 MBit/s) und Duisburg (81 MBit/s) Telefónica/O2.

Das langsamere 5G, das Netzbetreiber in Deutschland zusammen mit LTE großflächig anbieten, verlangt zudem viel Kapazität für das Dynamic Spectrum Sharing (DSS). Laut dem Mobilfunkexperten und Buchautor Martin Sauter, der Senior Project Manager bei der Telekom ist, gehen bei DSS 30 Prozent für Signalisierung ab, weil der gleichzeitige Betrieb von LTE und 5G Kapazitäten in der Funkzelle benötigt.

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