Dynaedge: Toshiba baut ein Google Glass für die Werkshalle

Toshibas Dynaedge ist ein interessantes Konzept: Es verbindet ein vor dem Auge getragenes Display mit einem tragbaren Windows-PC. Das soll Technikern vor Ort die Möglichkeit geben, sich Informationen direkt einblenden zu lassen. Bei benötigter Hilfe kann ein Fachmann aus der Ferne einspringen.

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Das Brillenmodul von Dynaedge ist robust, aber nicht zu schwer.
Das Brillenmodul von Dynaedge ist robust, aber nicht zu schwer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Hardwarehersteller Toshiba arbeitet zusammen mit dem Softwareentwickler Ubimax am portablen x86-Computer Dynaedge, der zusammen mit einer eigens entwickelten AR-Brille betrieben wird. AR bedeutet für Toshiba in diesem Kontext allerdings nicht Augmented Reality, sondern Assisted Reality. Die Brille erinnert dabei an experimentelle Projekte wie Google Glass, bei dem Informationen auf einem kleinen Display oberhalb des Auges angezeigt werden.

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Toshiba will sein Produkt auf dem Enterprise-Markt für die Arbeit an Maschinen und Bauteilen etablieren, an denen zwei Hände frei sein müssen. Interessant ist, dass der Hersteller die Brille mit einem Windows-Client kombiniert, entgegengesetzt zu diversen auf Verbraucher abzielenden Android-Geräten. Dieser DE-100 genannte PC steckt in einem kleinen Rugged-Gehäuse. Die Hardware ist mit einem Intel-Prozessor der Generation Skylake nicht unbedingt aktuell. Das will Toshiba aber auch gar nicht erreichen. Stattdessen soll das System Dokumente und Anweisungen per Remote-Desktop-Verbindung einblenden, etwa Bauteilspezifikationen oder Explosionszeichnungen.

Nicht mehr aktuelle Hardware

Mögliche Konfigurationen beinhalten einen Pentium-Prozessor bis hin zum Core m7-6Y75 mit aktiver Lufkühlung. Der Arbeitsspeicher ist 4 bis 16 GByte groß und fest verlötet. Dazu kommt eine M.2-SSD mit 128, 512 oder 1.000 GByte Kapazität. Der Akku des Edge-Computers ist mit 20 Wattstunden nicht sonderlich voluminös, allerdings kann er im laufenden Betrieb gewechselt werden. Am Gehäuse befinden sich Eingabetasten, die unterschiedliche Funktionen erfüllen - etwa die Navigation durch das Betriebssystem ohne angeschlossene Maus.

  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Dass sich Toshiba für ein Windows-System entscheidet, begründet das Unternehmen mit dessen Bekanntheitsgrad: Viele Programme funktionieren auf Microsofts Betriebssystem. Auf der Elektronikmesse Ifa 2018 zeigte Toshiba auch ein dafür entwickeltes Menü, über das Träger an wichtige Funktionen gelangen. Um die Software kümmert sich der Partner Ubimax. Mit einer speziellen Anwendungsschnittstelle für Entwickler können diese Bedienfelder und Tasten der Hardware in ihre Applikationen einbauen.

Kamera für Hilfe aus der Ferne

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Die dazu gelieferte AR-Brille AR100 ist ein Brillengestell mit Schutzgläsern. Für Brillenträger bietet Toshiba ein eigenständiges Gestell ohne Gläser an. Daran angebracht ist das LC-Display, welches Nutzer an der linken oder rechten Seite befestigen können. Toshiba bietet außerdem Zubehör an, mit dem das Display auch an andere Kopfbedeckungen wie Schutzkappen und Helmen gesteckt werden kann. Der Bildschirm ist über ein USB-Typ-C-Kabel mit dem tragbaren Hostsystem verbunden. Bei dem uns gezeigten Modell hat der Bildschirm noch eine recht grobe Auflösung von 640 x 360 Pixeln. Allerdings lassen sich selbst darauf Dokumente lesen.

  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Toshiba Dynaedge (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

An der Vorderseite des Brillenmoduls befindet sich eine kleine Kamera. Mit dieser können Mitarbeiter vor Ort ihren Kollegen ein Videosignal übermitteln. Anhand der Bilder können fachkundige Mitarbeiter Hilfestellung geben. Über das integrierte Mikrofon können Träger mit ihren Mitarbeitern kommunizieren. An dem Modul sind zudem ein Touchpad und drei Knöpfe angebracht, die wie die Schalter am Hostgerät je nach Anwendung unterschiedlich eingebunden werden können.

Das sehr spezialisierte Dynaedge-System richtet sich an den Industrie- und Dienstleistungssektor und ist dadurch natürlich nicht ganz preiswert: Mindestens 2.000 Euro verlangt Toshiba für das Produkt. Die Idee, ein Konzept wie Google Glass für diesen Sektor zu nutzen, ist allerdings sinnvoll.

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FreiGeistler 17. Sep 2018

Warum das? Samba kann SMB und Windows-Domänen

magnolia 17. Sep 2018

Meine Frirma hat mit Epson Moverio "gespielt". Ähnliches Konzept wie dieses, basiert auf...

Flexor 17. Sep 2018

Ich bin mir sicher DAS würde so mehr als einmal passieren...

Liriel 16. Sep 2018

google glass weil google damals als erste mit so ner brille raus kam

Silberfan 16. Sep 2018

Google setzt auch zunehmend auf Freie Software ( open source) und bindet sich auch nicht...



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