DVDs und Blu-ray: 116-Millionen-Euro-Strafe gegen Laufwerk-Hersteller

Die Hersteller von DVDs und Blu-ray-Laufwerken haben sich heimlich auf Parkplätzen und in Kinos getroffen, um Preisabsprachen gegen Dell und HP zu treffen. Philips und Lite-On waren zuerst mit dabei, petzten dann aber bei der EU-Kommission.

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Die meisten Hersteller kamen nicht aus der EU.
Die meisten Hersteller kamen nicht aus der EU. (Bild: EU Kommission)

Die Europäische Kommission hat gegen acht Hersteller von optischen Laufwerken eine Geldbuße von insgesamt 116 Millionen Euro verhängt. Das gab die Behörde am 21. Oktober 2015 bekannt. Die Firmen sollen sich bei Ausschreibungen von zwei Computerherstellern abgestimmt und damit gegen die EU-Kartellvorschriften verstoßen haben.

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Betroffen von den Absprachen für optische Laufwerke für CDs, DVDs und Blu-ray waren Dell und Hewlett Packard (HP).

"Der heutige Beschluss zeigt einmal mehr, dass Kartellmitglieder, die ihre Produkte in Europa absetzen, Geldbußen nicht einfach durch Treffen in Kinos und auf Parkplätzen außerhalb Europas entgehen", sagte EU-Kommissarin Margrethe Vestager.

Alle großen Hersteller dabei

An den Absprachen waren die Laufwerkhersteller Philips, Lite-On, deren Gemeinschaftsunternehmen Philips & Lite-On Digital Solutions, Hitachi-LG Data Storage, Toshiba Samsung Storage Technology, Sony, Sony Optiarc und Quanta Storage beteiligt.

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Philips, Lite-On und Philips & Lite-On Digital Solutions wurde die Geldbuße in einer Kronzeugenregelung vollständig erlassen, da sie der Kommission als erste von dem Kartell berichtet hatten.

Die Untersuchung ergab, dass sich die Kartellmitglieder von Juni 2004 bis November 2008 getroffen hätten. "Gegen die einzelnen Unternehmen wurden entsprechend ihrer Beteiligung am Kartell folgende Geldbußen verhängt", erklärte die EU-Kommission. Hitachi-LG Data Storage zahlt nach einem Erlass von 50 Prozent 37,12 Millionen Euro, Toshiba Samsung Storage Technology 41,3 Millionen Euro, Sony 21,02 Millionen Euro, Sony Optiarc 9,7 Millionen Euro und Quanta Storage 7,1 Millionen Euro.

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