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DVB-T2: Termin für HD-Fernsehen über Antenne steht fest

Ein genauer Termin für den Start von DVB-T2 und das Ende von DVB-T in vielen Regionen steht fest. Für den Empfang der privaten Sender in HD ist ein Entschlüsselungsmodul erforderlich, es gibt auch Set-Top-Boxen mit integrierter Entschlüsselung, wie das Projektbüro DVB-T2 HD erklärte.
/ Achim Sawall
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DVB-T2-Endgerät im Jahr 2015, noch nicht ganz fertiggestellt (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
DVB-T2-Endgerät im Jahr 2015, noch nicht ganz fertiggestellt Bild: Achim Sawall/Golem.de

Am 29. März 2017 startet in zahlreichen Ballungsräumen das neue Antennenfernsehen DVB-T2 mit rund 40 Fernsehprogrammen überwiegend in HD in 1080p. Das gab das Projektbüro DVB-T2 HD am 6. Juni 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Bisher war bekannt, dass der Regelbetrieb im ersten Quartal 2017 starten werde, ein genaues Datum wurde noch nicht genannt. Zeitgleich endet damit die Verbreitung privater Programme im bisherigen DVB-T-Standard.

DVB-T und DVB-T 2 im Vergleich
DVB-T und DVB-T 2 im Vergleich (01:16)

Doch die Zuschauer brauchen für DVB-T2 neue Empfänger. Von der Umstellung sei daher ein Großteil der heutigen rund 4 Millionen DVB-T-Haushalte betroffen. Der Ausbau in weiteren Regionen erfolgt dann schrittweise bis Mitte 2019. Das Projektbüro DVB-T2 HD ist eine Initiative von ARD, ZDF, den Medienanstalten, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Media und des VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien).

Zeitgleich endet in den jeweiligen Regionen die DVB-T-Ausstrahlung. Von der Umstellung sei ein Großteil der heutigen rund 4 Millionen DVB-T-Haushalte betroffen. Der Ausbau in weiteren Regionen erfolgt schrittweise bis Mitte 2019.

Zusätzliches Entschlüsselungsmodul

Die Programme privater Sender werden ausschließlich im Programmpaket von Freenet TV gegen ein monatliches Entgelt verbreitet. Der Mobilfunkprovider Freenet ist der neue Eigner des Plattformbetreibers Media Broadcast. "Für ihren Empfang ist ein zusätzliches Entschlüsselungsmodul erforderlich, welches direkt in geeignete Fernseher oder Set-Top-Boxen einzusetzen ist. Alternativ gibt es auch Set-Top-Boxen mit integrierter Entschlüsselung" , erklärte das Projektbüro.

Die Ballungsräume Bremen/Unterweser, Hamburg/Lübeck, Kiel, Rostock, Schwerin, Hannover/Braunschweig, Magdeburg, Berlin/Potsdam, Jena, Leipzig/Halle, Düsseldorf/Rhein/Ruhr, Köln/Bonn/Aachen, Rhein/Main, Saarbrücken, Baden-Baden, Stuttgart, Nürnberg und München/Südbayern sind für die erste Stufe des neuen Antennenfernsehens geplant.


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