DVB-T2: Antennenfernsehen verliert 18 Prozent seiner Nutzer

Nach der DVB-T-Abschaltung in den Ballungsgebieten haben sich bisher 18 Prozent der Nutzer von der Antenne als Empfangsweg verabschiedet. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar TNS und dem Betreiber Media Broadcast hervor, die am 4. Mai 2017 veröffentlicht wurde. Dagegen hätten 400.000 Haushalte von anderen TV-Empfangswegen neu auf DVB-T2 HD gewechselt.

Bis heute wurden 1,7 Millionen Empfangsgeräte verkauft, die Freenet-TV-fähig sind. Darüber hinaus nutzen derzeit 500.000 bis 600.000 Kunden DVB-T2 ohne Freenet TV. Damit erreicht DVB-T2 über 2,2 Millionen Haushalte. Am 28. März 2017 hatte Media-Broadcast-Chef Wolfgang Breuer erklärt, in Deutschland seien bereits eine Million Geräte verkauft, die das HD-Bezahlpaket Freenet TV im neuen Antennenfernsehen DVB-T2 wiedergeben können. Wenn die Gratisphase von Freenet TV Ende Juni endet, wird sich zeigen, wie viele zahlende Kunden wirklich übrig bleiben.
Zahlende Kunden
Freenet hatte im April bereits rund 160.000 zahlende Kunden für sein DVB-T2-Angebot Freenet TV. Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 rechnet der Anbieter mit einer Zunahme der Kundenzahl für das Angebot der Privatsender auf rund 500.000 und bis zum Jahresende 2017 mit einem Anstieg auf über 800.000 Abonnenten.
In Deutschland läuft DVB-T2 mit dem Codierungsverfahren HEVC (H.265) und bietet eine Bildauflösung von 1080p. Nach der dreimonatigen Gratisphase wird für die Privaten ein monatliches Entgelt von 5,75 Euro für Freenet TV berechnet. Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten ihre gebührenfinanzierten Programme auch nach der Umstellung auf DVB-T2 HD unverschlüsselt an.