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Durchsuchungen: Betrugsverdacht gegen Unister

Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, dass Unister das Versprechen "Finde den billigsten Flug" zum Schaden seiner Kunden nicht eingelöst hat. Unister soll Kunden höhere Preise berechnet und die Differenz zum billigsten gefundenen Flug einbehalten haben.
/ Jens Ihlenfeld
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Erneut Durchsuchungen bei Unister (Bild: Unister)
Erneut Durchsuchungen bei Unister Bild: Unister

Mehr als 60 Ermittler der Staatsanwaltschaft hätten am Dienstag unter anderem Büroräume und eine Wohnung in Leipzig durchsucht, die in Zusammenhang mit dem Internetunternehmen Unister stehen, berichtet die FAZ unter Berufung auf einen Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht, "dass Unister über drei Flugreiseportale Computerbetrug und Steuerhinterziehung begangen haben sowie unerlaubte Werbung gezeigt haben soll". Dabei soll Kunden von Unister ein Schaden entstanden sein, denn Unister habe Tickets an Reisende zu einem bestimmten Preis verkauft und gleichzeitig versucht, bei Fluggesellschaften das Ticket günstiger einzukaufen. Die sich daraus ergebene Differenz sei aber nicht an die Kunden weitergeben worden, berichtet die FAZ.

Laut MDR 1 Radio Sachen(öffnet im neuen Fenster) wird gegen 70 Mitarbeiter des Unternehmens wegen Betruges ermittelt. Sie sollen bei travel24.com 60.000 Flugtickets zu günstigen Preisen erworben und die Rabatte einbehalten haben. Bei fünf weiteren Mitarbeitern hegt die Staatsanwaltschaft den Verdacht der Steuerhinterziehung, da für Serviceentgelte keine Umsatzsteuer bezahlt worden sein soll.

Unister teilt auf Nachfrage mit: "Auch wir haben großes Interesse an der Rechtsfindung in den relevanten Fragen und unterstützen die Aufklärung konstruktiv. Wegen des laufenden Verfahrens können wir in der Sache nicht Stellung nehmen."


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