Duplex: Google Assistant gibt sich am Telefon zu erkennen
In einem neuen Video hat Google gezeigt, wie sich das Unternehmen seine auf der Google I/O 2018 präsentierte Duplex-Funktion im Alltag vorstellt. Wie das Video zeigt, stellt sich der telefonierende Google Assistant am Anfang eines Gespräches als solcher vor und fragt auch, ob das Gespräch aufgezeichnet werden dürfe.
Damit unterscheidet sich die Funktion merklich von dem auf der I/O 2018 gezeigten Beispiel. Dort hatte der Assistant am Telefon keine Anstalten gemacht, sich als solcher zu erkennen zu geben. Das führte zu einem natürlich wirkenden Gespräch, da der menschliche Gesprächspartner keinen Computer am anderen Ende der Leitung vermutet.

Nach der Vorstellung hatte es kritische Stimmen gegeben, die genau dies monierten. Dabei spielten auch ethische Grundsätze eine Rolle: Ist es vertretbar, einen Menschen darüber im Unklaren zu lassen, dass er mit einem Computer spricht? Google hatte nach dem Aufkommen der Kritik versichert, dass sich Duplex eindeutig als nicht-menschlicher Gesprächspartner zu erkennen geben solle.
Wie einige Kommentatoren unter dem Youtube-Video(öffnet im neuen Fenster) anmerken, könnte die Ausweisung als Google Assistant durchaus dazu führen, dass manche Angerufene auflegen – nicht jeder hat Lust, mit einer Maschine eine Konversation zu führen. Vor dem Hintergrund, dass sich der Assistant als solcher zu erkennen gibt, wirken die den menschlichen Gewohnheiten nachempfundenen Sprachpausen und Füllwörter irgendwie unpassend.
Wann Duplex tatsächlich nutzbar sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Wahrscheinlich ist, dass der Dienst erst in den USA erscheint, und, wenn überhaupt, erst später in Deutschland.
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