Duopol: Verbände warnen vor Kauf von Unitymedia durch Vodafone

Ein Duopol von Telekom und Vodafone/Unitymedia würde vermeintlich dazu führen, dass die beiden weiterhin ihre alten Bestandsnetze nutzen, statt Glasfaser auszubauen. Eine Entscheidung der EU-Kommission wird bald erwartet.

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Techniker von Unitymedia bei der Arbeit
Techniker von Unitymedia bei der Arbeit (Bild: Unitymedia)

Kurz vor der Entscheidung der EU-Kommission haben sich mehrere Verbände erneut gegen die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone gewandt. Die Vertreter von Vaunet, Verband Privater Medien, der lokalen Netzbetreiber im Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) und Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas) sowie die Deutsche Netzmarketing (DNMG) lehnen die Fusion ab.

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Der geplante Zusammenschluss von Vodafone und Unitymedia würde einen übermächtigen Anbieter im deutschen Gestattungsmarkt mit zwischen 70 und 80 Prozent Marktanteil erschaffen. Das zusammengeschlossene Unternehmen erhielte eine erdrückende Dominanz im Markt für Verträge mit der Wohnungswirtschaft zur Versorgung von Mietern zum Nachteil insbesondere für die Endkunden und die Wohnungswirtschaft.

Vodafone argumentiert: Auf dem Gestattungsmarkt, wo die Kabelnetzbetreiber um die Belieferung mit dem TV-Signal vieler Wohneinheiten, meist von Wohnungsbaugesellschaften, konkurrieren, gebe es bisher keine Konkurrenz zwischen Unitymedia und Vodafone, weil die Netze sich nicht überschneiden. Vodafone betreibt TV-Kabelnetze in 13 deutschen Bundesländern, Unitymedia ist nur in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen aktiv, wo Vodafone kein Netz hat.

Vodafone sieht Druck für FTTH auf Telekom

Der schleppende Glasfaserausbau in Deutschland sei auch darauf zurückzuführen, dass die großen Netzbetreiber ihre Bestandsnetze so lange wie möglich amortisieren wollten und Investitionen in Glasfaser scheuten, betonten die Verbände. Ein neues Duopol, bestehend aus Deutsche Telekom und Vodafone mit einem nationalen Kabelnetz, ließe den Infrastrukturwettbewerb in Deutschland mittelfristig stagnieren.

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Vodafone hatte argumentiert, dass ein nationales Kabelnetz die Telekom unter Druck setze, endlich FTTH (Fiber To The Home) breit auszubauen, um bei den Datenraten mithalten zu können.

Im Mai 2018 hatte Vodafone mit Liberty Global vereinbart, deren Kabelnetze in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen.

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mgutt 25. Mär 2019

Bestimmt nicht weil es ein Monopol gibt. Was Rauchen die in den Büros eigentlich.

Thomas Wagner 25. Mär 2019

Nie wieder Vodafone! Der schlimmste Anbieter den ich jemals hatte , seitdem Kabel...

Cold74 25. Mär 2019

Sehe ich auch so. @rv112: Ich habe meinen Kabelanschluss jetzt seit über 10 Jahren...

Faksimile 25. Mär 2019

Deshalb funktionieren ja Vorvermarktungen von FTTH Anbietern ind VDSL und/oder Kabel...



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