Dunkle Erde: Unser Planet reflektiert immer weniger Sonnenlicht

Die Erde reflektiert Sonnenlicht, das teilweise auf den Mond fällt. Forscher haben herausgefunden: Dieser Erdschein wird immer dunkler.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Bild der Apollo 11-Mission: Ansicht des Mondrandes mit der Erde am Horizont
Bild der Apollo 11-Mission: Ansicht des Mondrandes mit der Erde am Horizont (Bild: NASA/JSC)

Wenn das Sonnenlicht auf die Erde trifft, werden 30 Prozent davon reflektiert und ein schwaches Licht fällt dabei auf die Mondoberfläche. Dieses Phänomen ist als Erdschein oder Da-Vinci-Glühen bekannt, da Leonardo da Vinci der Erste war, der es vor rund 500 Jahren offiziell beschrieben hat.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Direct Line Marketing und Kommunikation GmbH, Hamburg
  2. (Junior-) Consultant - Tarifdatenarchitekt und ÖPNV-Vertriebssysteme (m/w/d)
    Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Dresden, Berlin
Detailsuche

Forschende des New Jersey Institute of Technology haben die Veränderung des Erdscheins 20 Jahre lang zwischen 1998 und 2017 beobachtet. Dabei kam heraus: Die Erde reflektiert weniger Sonnenlicht im Vergleich zum Beginn der Untersuchung und ist um 0,5 Prozent dunkler geworden. Verblüffend ist laut dem Wissenschaftler Philip Goode aber: "Nachdem die Albedo 17 Jahre lang fast unverändert geblieben ist, war der Albedo-Rückgang für uns eine große Überraschung, als wir die Daten der vergangenen drei Jahre analysiert haben." Albedo bezeichnet das Rückstrahlvermögen eines Körpers.

Der Untersuchungsaufbau zur dunkler werdenden Erde

Die Daten wurden mit einem speziellen Teleskop zur Mondbeobachtung am Big Bear Solar Observatory in den Bergen des San Bernardino County im US-Bundesstaat Kalifornien aufgenommen. Die Lage des Observatoriums soll perfekt für die Messung des Erdscheins für 40 Prozent des Planeten sein.

Um den Erdschein zu untersuchen, wurde laut der Studie das von der Erde reflektierte Sonnenlicht zum dunklen Teil der Mondoberfläche und zurück zum nächtlichen Beobachter gemessen. Dies ergebe eine sofortige großräumige Reflexion der Erde. Außerdem wurden auch die sonnenbeschienenen hellen Teile des Mondes untersucht. Zur Analyse kamen Daten aus ungefähr 800 Nächten.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24./25.08.2022, virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Ergebnis: Es gab zwar monatliche, saisonale und jährliche Unterschiede und Verschiebungen, ähnlich wie die von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallenden Jahreszeiten - jedoch zeigte sich in der langfristigen Beobachtung des Erdscheins ein Rückgang der Helligkeit. Um dies zu verstehen, nutzten die Forscher die Satellitendaten von Ceres und schlussfolgerten, dass das Verschwinden der Wolken im tropischen Pazifik der Grund für die Abschwächung des Erdscheins sein könnte.

Alles über Astronomie: Die Wunder des Weltalls, Sterne und Planeten beobachten

Wie kann man den Erdschein beobachten?

Die beste Zeit für die Beobachtung des Erdscheins ist die Zeit, in der der Mond sich in seiner zu- oder abnehmenden Phase befindet. Mit einem Blick auf den Mond erkennt man dann nicht nur die von der Sonne beleuchtete Mondoberfläche. Man kann ebenfalls einen schwachen Umriss des gesamten Mondes erkennen.

Dieser geisterhafte Umriss ist dem Erdschein zu verdanken, der durch die Reflexion des Sonnenlichts auf unserem Planeten entsteht. Besonders intensiv soll dieses Ereignis in den Monaten April und Mai zu beobachten sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Legendenkiller 11. Okt 2021

Sie nehmen aber blos 25% Licht auf :-) Ein Dach mit roten oder gar schwarzen Ziegeln...

mfeldt 11. Okt 2021

... bis hin zu leviosas "Wissenschaftlern kann man nicht trauen, irgendwer bezahlt die ja...

interlingueX 09. Okt 2021

Bei solchen Studien sind das in der Regel öffentliche Gelder, denn... ... alternativ...

Labbm 08. Okt 2021

Die könnten da nicht mit dazu beitragen nehme ich an?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kabelnetz
Vodafone setzt neuartige Antennendosen ein

Ohne Radioport kommt die neue Antennendose und ist damit schon für DOCSIS 4.0 vorbereitet. Doch sie soll bereits jetzt Vorteile für Vodafone-Kunden bringen.

Kabelnetz: Vodafone setzt neuartige Antennendosen ein
Artikel
  1. Hybridmagnet: Chinesische Forscher erzeugen Rekord-Magnetfeld
    Hybridmagnet
    Chinesische Forscher erzeugen Rekord-Magnetfeld

    Mit einem Hybridmagneten hat ein Team in China einen Rekord aus den USA für das stärkste stabile Magnetfeld überboten.

  2. Bundesnetzagentur: Streit um Preis fürs Recht auf Internet entbrannt
    Bundesnetzagentur
    Streit um Preis fürs Recht auf Internet entbrannt

    Das Recht auf Versorgung mit Internet braucht einen Preis. Ein Vorschlag der Bundesnetzagentur, diesen zu ermitteln, stößt auf Kritik der Betreiber.

  3. Data Mesh: Herr der Daten
    Data Mesh
    Herr der Daten

    Von Datensammelwut und Data Lake zu Pragmatismus und Data Mesh - ein Kulturwandel.
    Von Mario Meir-Huber

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Zotac RTX 3080 12GB 829€, Mac mini 16GB 1.047,26€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • MindStar (Sapphire RX 6900XT 939€, G.Skill DDR4-3200 32GB 98€) • PS5 bestellbar • Games für PS5/PS4 bis 84% günstiger • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /