Dunkle Energie: Deutsches Röntgenteleskop Erosita ist startklar

Das Universum dehnt sich immer schneller aus. Der Motor dafür wird - mangels besseren Wissens - als Dunkle Energie bezeichnet. Ein deutsch-russischer Satellit mit einem in Deutschland entwickelten Röntgenteleskop an Bord soll Erkenntnisse über die Dunkle Materie liefern.

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Künstlerische Darstellung von Erosita im All: wichtigste deutsch-russische Gemeinschaftsmission
Künstlerische Darstellung von Erosita im All: wichtigste deutsch-russische Gemeinschaftsmission (Bild: DLR/Screenshot: Golem.de)

Das Universum dehnt sich immer schneller aus. Aber warum ist das so? Ein neues, in Deutschland gebautes Weltraumteleskop soll mehr Erkenntnisse darüber bringen. Es soll am 21. Juni 2019 vom Raketenstartplatz Baikonur in Kasachstan ins All geschossen werden.

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Extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array (Erosita) heißt das Röntgenteleskop, das am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) entwickelt und gebaut wurde. Unterstützt wurde das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es ist Teil der Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG). Der Satellit, der als bis dato wichtigste deutsch-russische Gemeinschaftsmission gilt, soll am zweiten Lagrange-Punkt (L2) stationiert werden, etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Erosita besteht aus zwei Komponenten: Die eine sind die Detektoren, sieben Spiegelmodule, die parallel ausgerichtet sind. Jedes der 36 Zentimeter großen Module besteht aus 54 ineinander geschachtelten, vergoldetem Spiegeln. Die andere Komponente ist das Aufnahmesystem - eigens für diese Mission entwickelte CCD-Röntgenkameras, an die die Spiegelmodule hochenergetische Photonen weiterleiten.

"Diese hochempfindlichen Kameras sind die besten ihrer Art und bilden gemeinsam mit den Spiegelmodulen ein Röntgenteleskop, dessen Kombination aus Lichtsammelfläche und Gesichtsfeld unerreicht ist", sagt Peter Predehl, Projektleiter für Erosita beim MPE. Zusammen mit dem russischen Teleskop ART-XC wird Erosita den Himmel nach heißen Quellen wie Galaxienhaufen, Schwarzen Löchern, Supernova-Überresten, Röntgendoppelsternen und Neutronensternen absuchen und sie kartieren.

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Die Daten, die Erosita sammeln wird, sollen dazu beitragen, "die Struktur des Kosmos und dessen Entwicklung besser zu verstehen", sagt DLR-Vorstandsmitglied Walther Pelzer. "Insbesondere wird das deutsche Teleskop aber dazu beitragen, das Rätsel der Dunklen Energie zu lösen."

In den 1990er Jahren fanden die Astronomen Saul Perlmutter, Brian Schmidt und Adam Riess heraus, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt - eine Entdeckung, für die sie 2011 den Physiknobelpreis bekamen. Bis heute ist aber nicht klar, weshalb. "Welcher 'kosmische Kraftstoff' treibt das Universum an? Weil man diese Frage bis heute nicht beantworten kann und seine Zutaten nicht kennt, nannte man diesen Beschleuniger einfach Dunkle Energie", sagt Thomas Mernik, Erosita-Projektleiter beim DLR.

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FreiGeistler 21. Jun 2019

Naja, Energie verzerrt die Raumzeit, ob nun in Form von Bewegung, Masse oder Strahlung...

FreiGeistler 21. Jun 2019

Sind aber beides mathematische Platzhalter.

dex2000 21. Jun 2019

https://scilogs.spektrum.de/sprachlog/max-frisch-macht-sinn/

Eheran 21. Jun 2019

Die Planeten bewegen sich um die Sonne. Stell dir vor, die Sonne wäre nicht sichtbar...



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