Dunkirk: Interstellar-Regisseur setzt weiter auf 70mm statt 4K

Christopher Nolan, Regisseur und Autor von Interstellar, bevorzugt auch für seinen neuen Film Dunkirk eine 70mm-Analogkopie, statt einer Digitalproduktion in 4K. Cineasten müssen also ins Imax oder in Kinos mit speziellen Projektoren.

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Bei der Produktion von Dunkirk ist auf Digitaltechnik verzichtet worden.
Bei der Produktion von Dunkirk ist auf Digitaltechnik verzichtet worden. (Bild: Warner Bros. Pictures)

Der Regisseur der Dark-Knight-Trilogie und von Interstellar, Christopher Nolan, bleibt auch bei seinem neuen Film Dunkirk seiner analogen Produktionsweise treu: Wie Verleiher Warner Bros. mitteilt, soll Dunkirk der am weitesten verbreitete 70mm-Film seit mehr als 25 Jahren werden. Das ist auch eine Kampfansage an die immer weiter fortschreitenden digitalen Produktionstechniken oder die Verbreitung von Filmen per Videostreaming.

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Dunkirk, der englische Name für die französische Stadt Dunkerque (deutsch: Dünkirchen), behandelt die Evakuierung alliierter Truppen aus der von Deutschen eingekesselten Stadt im Zweiten Weltkriegs. Während Nolan für Interstellar oder die Dark-Knight-Trilogie nur für einzelne Szenen auf das weiterhin eher unübliche Filmformat zurückgriff, ist Dunkirk ausschließlich mit entsprechenden Kameras auf 65mm-Kodak-Negativ aufgenommen worden. Dabei ist der Film, wie für Imax vorgesehen, auch horizontal geführt worden.

Das vor allem in den 50er und 60er Jahren für Epen wie Ben Hur genutzte 70mm-Analogformat ist wegen seines möglichen Detailreichtums bei einigen Filmemachern im vergangenen Jahrzehnt immer beliebter geworden. So lief etwa Quentin Tarantinos The Hateful Eight laut Variety in 100 Kinos in diesem Format. Dunkirk soll sogar in 125 Kinos auf 70mm laufen. Diese Zahlen beziehen sich wahrscheinlich auf die USA. Zum Vergleich: der Film Despicable Me 3 läuft in den USA in rund 4500 Kinos.

Auch in Deutschland wird es für die Meisten wohl eher schwierig, den Film wie von Nolan gedacht zu sehen. So sind lediglich die Imax-Kinos sowie einzelne Kinos mit alten 70mm-Projektoren etwa in Hamburg und Berlin überhaupt technisch in der Lage dazu, den 70mm-Film zu zeigen. Zusätzlich zu dem eigenen Analog-Format nutzt Imax je nach Kino und Leinwand allerdings auch ein Digitalformat mit entsprechender Projektionstechnik.

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Nolan begründet die Wahl für das 70mm-Format wie folgt: "Die immersive Qualität des Bildes ist unübertroffen und zieht das Publikum so intensiv wie möglich in die Handlung ein." Zusätzlich zur Aufnahme und Projektion auf Film verzichtet Nolan in der Produktion von Dunkirk auch auf die Verwendung von sogenannten Digital Intermediates.

Wie wir bei unserem Test der UHD-Blu-Ray oder einigen leidlichen Kinobesuchen feststellen mussten, ist die Digitalproduktion von Kinofilmen mitunter tatsächlich von sehr schlechter Qualität. Das ist technisch allerdings nicht zwingend notwendig und so gibt es einige deutliche Ausnahmen.

So gibt es etwa von Kamerahersteller Arri Digitalkameras mit 65mm-Sensor, die zum Beispiel der Videostreaming-Anbieter Netflix für seine Filme wie Okja nutzt, der in Cannes ausgebuht worden ist. Zusätzlich zum Heimkino auf Oled-Paneln kann dafür in Kinosälen auf Laserprojektion gesetzt werden. Hersteller Samsung arbeitet darüber hinaus an einer aktiven LED-Kinoleinwand, die in der Lage sein soll, auch HDR darzustellen.

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Cassiel 18. Jul 2017

Übrigens läuft Dunkirk tatsächlich als 70 mm-Fassung in der Lichtburg: http://www...

Icestorm 10. Jul 2017

Da ich in Nürnberg wohne, muss ich leider die traurige Nachricht überbringen, dass es...

Icestorm 10. Jul 2017

Wenn man Personen filmt, sollte auch ein guter Makeup-Artist einbezogen sein. 8K deckt...

Icestorm 10. Jul 2017

Jeder der halbwegs regelmäßig ins Kino geht, kennt die Eigenwerbung für das Soundformat...

Anonymer Nutzer 07. Jul 2017

Ja gut, wie viele Menschen haben ein "Motörhead"-T-Shirt und wie viele Menschen haben...



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