Dungeons & Dragons: Wizards of the Coast entschuldigt sich bei der Community

Die Community ist empört und Pen-and-Paper-Spielepublisher schauen sich nach Alternativen zur von Wizards of the Coast ausgestellten OGL-Lizenz um. In einem geleakten Dokument wurde nämlich klar, dass Wizards die eigentlich inklusive und freie Lizenz abändern möchte . Nun meldet sich das Unternehmen zu Wort, genauer gesagt D&D-Executive-Producer Kyle Brink, dessen Team bei Wizards für das Fantasy-Spiel verantwortlich ist.
"Lasst mich erst mit einer Entschuldigung anfangen: Wir entschuldigen uns. Wir sind es falsch angegangen" , schreibt Brink in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen wolle in Zukunft transparenter mit der Community kommunizieren und die Meinung der Fans zu Themen einholen. Am 20. Januar will das Unternehmen deshalb einen neuen Entwurf der OGL offenlegen. Den kann sich die Community dann anschauen und Dinge anmerken. Das ähnelt dem Vorgehen, neues D&D-Spielmaterial von den Fans testen zu lassen.
Anschließend startet das Unternehmen eine Umfrage zur OGL-Dokumentation, um weiteres strukturiertes Feedback der Community einzuholen. Die Umfrage soll zwei Wochen lang geöffnet bleiben und spezifische Fragen bezüglich der Lizenz stellen. Nach den zwei Wochen wird Wizards das Feedback in die neue OGL-Lizenz einfließen lassen.
Wizards will wohl nicht am Umsatz teilhaben
Brink versichert, dass sich mit einer neuen OGL viele Dinge nicht ändern werden. User sollen weiterhin Videocontent und Zubehör für ihre D&D-Kampagnen monetarisieren können. Generell soll sämtlicher Inhalt, der unter der aktuellen OGL 1.0a veröffentlicht wurde, von den Änderungen unangetastet bleiben. Außerdem will Wizards nicht die Umsätze und Einnahmen von Publishern beeinflussen oder deren geistigen Besitz infrage stellen.
Allerdings werden hier konkret Spielesysteme nicht genannt, die auf den D&D-Regeln und Rahmenbedingungen aufbauen. Das ist unter anderem ein Grund, warum der Pathfinder-Publisher Paizo an einer eigenen alternativen Lizenz arbeitet.



