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Dungeon Keeper & Co.: EU-Kommission diskutiert strengere Free-to-Play-Vorgaben

Allein schon das Wort Free-to-Play oder Gratis ist irreführend - findet die EU-Kommission. Sie diskutiert jetzt mit der App-Industrie, wie der Verbraucher vor vermeintlich kostenlosen Spielen wie Dungeon Keeper besser geschützt werden kann.

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Artwork von Dungeon Keeper
Artwork von Dungeon Keeper (Bild: Electronic Arts)

In Foren und Kommentaren auch bei Golem.de ist die Meinung meist klar: Free-to-Play-Spiele sind unbeliebt. Zuletzt gab es bei dem für mobile Endgeräte kostenlos veröffentlichten Dungeon Keeper viel Wirbel um überteuerte Ingame-Käufe, ohne die das Programm im Grunde nicht spielbar ist. Laut Erhebungen der Europäischen Union werden derzeit mehr als 50 Prozent der Onlinespiele als "kostenlos" angepriesen, obwohl sie häufig - teilweise teure - In-App-Käufe nach sich ziehen.

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Bei der EU gab es inzwischen offenbar so viele Beschwerden über Free-to-Play, dass mit Viviane Reding (Justiz) und Neven Mimica (Verbraucherpolitik) gleich zwei Mitglieder der EU-Kommission zu einer zweitägigen Tagung mit nationalen Durchsetzungsbehörden und Technologieunternehmen geladen haben. Dabei geht es insbesondere um Spiele, von denen laut EU mehr als 50 Prozent auf dem "einschlägigen EU-Markt als kostenlos angepriesen, obwohl sie häufig - teilweise teure - In-App-Käufe nach sich ziehen", so die Kommission.

Viviane Reding findet das empörend: "Irreführung der Verbraucher ist definitiv nicht das richtige Geschäftsmodell, und sie widerspricht dem Geist der EU-Vorschriften zum Verbraucherschutz", so die Kommissarin. "Die Europäische Kommission erwartet sehr konkrete Antworten der App-Industrie auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und nationaler Verbraucherorganisationen."

Ihr aus Kroatien stammender Kollege Neven Mimica ist der Ansicht, dass insbesondere Kinder einen besseren Schutz vor unerwarteten Kosten durch In-App-Käufe brauchen. Wie dieser Schutz aussehen könnte, darüber werde auf der Tagung in Brüssel diskutiert. Das liege durchaus auch im Interesse der Anbieter, weil durch viele der derzeitigen Geschäftspraktiken die "Glaubwürdigkeit dieses vielversprechenden Markts infrage" gestellt werde. Konkrete und rasche Lösungen würden allen Seiten zugutekommen.

Diskutiert werden derzeit vor allem vier konkrete Vorschläge. So sollen bei Spielen, die als "kostenlos" angepriesen werden, Verbraucher künftig nicht mehr hinsichtlich der wahren Kosten irregeführt werden. Spiele dürfen Kinder nicht direkt dazu verleiten, Produkte zu kaufen, oder einen Erwachsenen dazu zu bringen, diese für sie zu kaufen.

Drittens: Verbraucher sollen nach Vorstellungen der Kommission "über Zahlungsmodalitäten angemessen informiert werden und Zahlungen sollten ohne ausdrückliches Einverständnis des Verbrauchers nicht per Voreinstellung automatisch abgebucht werden". Außerdem sollten die Anbieter grundsätzlich eine E-Mail-Adresse angeben müssen, wo sie der Kunde bei Fragen oder Beschwerden kontaktieren kann.

Die Kommission verweist ausdrücklich auf die Vorschriften, die das britische Office of Fair Trading Anfang des Jahres 2014 gemacht hatte. Unter anderem müssen die Anbieter von Free-to-Play-Games dort ab April 2014 klarer kommunizieren, welche Kosten den Kunden erwarten.

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MrBrown 03. Mär 2014

Wer glaubt, das völlig freie und unregulierte Märkte unter dem Strich für mehr Freiheit...

hw75 03. Mär 2014

Naja, ganz so schlecht ist ja Free2Play auch nicht. Leider wird das von zu vielen...

hw75 03. Mär 2014

Solange das angepriesene Waschmittel nicht wirklich die Tomatensosse aus dem weissen Hemd...

Trockenobst 28. Feb 2014

Was du vorschlägst ist: wir kümmern uns aus Herzensgüte um die 20% die noch irgendwie...


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