Worauf es bei DCC ankommt
Das Wichtigste an alldem ist, dass DCC Spaß macht. Es soll für jeden etwas dabei sein: Ingenieure können sich an den obskuren Rätseln in Band 7 erfreuen, andere Leser an der tragischen Entwicklung der Nebenfiguren. Wieder andere an dem teilweise infantilen Humor.
Im Fandom setzt sich seine Hingabe fort. Circa 12.000 Menschen unterstützen den Autor auf dessen Patreon, wo sie sich in die Geschichten reinschreiben lassen können oder teilweise Details der Story mitbestimmen. So werden Leser ein Teil des DCC-Universums.
"Ich habe sofort gemerkt, dass das ihr Engagement erhöht", sagte Dinniman der New York Times. Die Beziehung zu seinen Fans ist dem Autor weiterhin wichtig.
Damit ist er eine Art Antithese zu der verklärten, zynischen Fantasyautorin Carol Sturka aus der Apple-TV Serie Pluribus. In seinem Leben habe sich ansonsten aber viel verändert, sagt Dinniman(öffnet im neuen Fenster): "Ich habe jetzt einen Bart. Und ich kann mir leisten, Essen zu kaufen."
Neues Leben für bewährtes Prinzip
Der Erfolg von DCC passt außerdem in den Zeitgeist. Die Reihe hat maßgeblich die sogenannten LitRPGs popularisiert(öffnet im neuen Fenster), die auf einem ansonsten angespannten Büchermarkt Rekordumsätze schreiben. Ihre Autoren empfinden die Geschichten klassischen Video- und Tabletop-Rollenspielen nach. Wie Carl ringen Figuren darin ums Überleben, um in höhere Level aufzusteigen und neue Fähigkeiten zu erhalten. Meistens findet das im Rahmen eines Spiels statt, wie bei Jumanji oder Running Man.
Dabei hat Dinniman DCC auf der Website Royal Road ursprünglich umsonst geschrieben. Inzwischen erscheint die Reihe bei Penguin Random House. Universal plant eine Fernsehserie(öffnet im neuen Fenster), Vault Comics eine Graphic Novel(öffnet im neuen Fenster), Renegade Game Studios ein Tabletop-Rollenspiel(öffnet im neuen Fenster).
Für alle, die mehr über Carl erfahren wollen, gibt es ein höchst umfangreiches Wiki(öffnet im neuen Fenster) – das immersive Audiobuch(öffnet im neuen Fenster) nicht zu vergessen, das vor allem dank Sprecher Jeff Hayes zum Kult geworden ist.

