Dune: Was Denis Villeneuve über David Lynchs Film denkt
Denis Villeneuve hat sich darüber geäußert, was er von David Lynchs Dune-Verfilmung aus dem Jahr 1984 hält.
David Lynchs Erfahrung mit Dune im Jahr 1984 war alles andere als positiv. Er hasst den Film. "Ich bin auf alles stolz, außer auf Dune", so Lynch. "Es hat mir so viel Spaß gemacht, an verschiedenen Filmen zu arbeiten. Es geht nicht so sehr um Stolz, sondern um die Freude am Tun, um die Freude an der Arbeit. Ich habe es genossen, in all diesen verschiedenen Medien zu arbeiten. Ich fühle mich wirklich glücklich, dass ich diese Dinge genießen und leben konnte." Die Arbeit an Dune bezeichnete er jedoch als "eine gigantische Traurigkeit in [meinem] Leben".
Lynch über Villeneuve
Darum sagte er auch, dass er keinerlei Interesse daran hat, Denis Villeneuves Film zu sehen – anders übrigens als Alejandro Jodorowsky, der vor Lynch versucht hatte, Dune umzusetzen, und mit Magenschmerzen ins Kino ging. Bis er dann doch froh war, es getan zu haben, weil er den Film schlecht fand. So würde es Lynch wohl nicht ergehen, da Villeneuves Adaption wirklich brillant ist.
In einem Interview mit Cahiers du Cinéma sagte Lynch: "Ich werde ihn nie ansehen, und ich möchte nicht mal, dass Sie mir jemals etwas darüber erzählen."
Damit will Lynch nichts über die Qualität von Villeneuves Film aussagen, sondern mehr, dass seine Wüstenplanet-Erfahrung so schmerzhaft war, dass er keinerlei Erinnerung daran wecken möchte.
Villeneuve über Lynch
Schon 2020 wurde Denis Villeneuve von Empire gefragt, was er von Lynchs Film hält. Villeneuve: "Ich bin ein großer Fan von David Lynch, er ist der Meister. Als ich Dune sah, war ich begeistert, aber seine Umsetzung ... Es gibt Teile, die ich liebe, und andere Elemente, mit denen ich weniger zufrieden bin. Ich erinnere mich also daran, dass ich halbwegs zufrieden war. Deshalb dachte ich mir: Es gibt immer noch einen Film, der aus diesem Buch gemacht werden muss, nur mit einer anderen Sensibilität."