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Dune: Teil 2: Kameramann Greig Fraser über die Schwarzweißszene

Es ist eine starke Sequenz, die technisch faszinierend umgesetzt wurde: der Blick auf die schwarzweiße Welt der Harkonnen.
/ Peter Osteried
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Feyd-Rautha in der großen Arena auf Giedi Prime (Bild: Warner Bros.)
Feyd-Rautha in der großen Arena auf Giedi Prime Bild: Warner Bros.

Die Schwarzweißszene in Dune: Teil 2 ist eine der beeindruckendsten Szenen des Films, weil sie nicht nur visuell punktet, sondern auch etwas über die Welt und die Psychologie der Harkonnen aussagt. Kameramann Greig Fraser hat hier auf Schwarzweiß-Infrarot gesetzt, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen, wie er laut Variety sagte(öffnet im neuen Fenster) .

Fraser arbeitete damit schon bei Rogue One: A Star Wars Story: "Es ist das gleiche Licht, das auch eine Überwachungskamera verwendet, und man sieht es nicht. Meine Faszination für Infrarot begann also damit, dass unsere Augen es nicht sehen können, die Kamera aber schon."

Eine besondere Form von Schwarzweiß

Die Idee, die Sequenz schwarzweiß zu gestalten, kam von Denis Villeneuve , schon allein deswegen, weil eine Gladiatorenszene in einer Arena ausgesehen hätte, als befände man sich auf Arrakis. Fraser schlug also etwas Ungewöhnliches vor: "Ich habe die Technik mit Roger Yuan, der Lieutenant Lanville spielt, getestet. Er hat keine Haare und war der perfekte Kandidat dafür. Denis sah es und sagte: Bingo."

Gedreht wurde mit einer Alexa-LF-Kamera, die für die Infrarot-Aufnahme modifiziert wurde. Daraus ergaben sich aber einige Probleme, etwa für die Kostümabteilung. "Ich wusste nicht, dass sich einige der Stoffe sofort weiß zeigen," sagte Kostümbildnerin Jacqueline West. Bei verschiedenen Stoffen wären also einige schwarz, "und dann hätte man einen weißen Fleck." Die Kostüme mussten also neu gefertigt werden, nachdem man getestet hatte, wie verschiedene Stoffe in Schwarzweiß-Infrarot aussahen.

Langer Schnitt

Für die Arena wurde ein 3D-Modell angefertigt, dabei musste alles schwarz sein. Für die Teile der Arena, die in einem Studio in Budapest aufgebaut wurden, benutzte man Holz und Zement, da diese Stoffe durch die Infrarot-Technologie schwarz erschienen.

Visuelle Effekte waren nötig, um die Zuschauer zu generieren, aber auch weitere Teile der Arena. Den Schnitt der Szene übernahm Joe Walker, der mehrere Monate daran saß – da war es gut, dass dies eine der ersten Szenen war, die für den Film gedreht wurde.

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Villeneuve wollte kein normales Klatschen, sondern ein Stampfen und eine Art Sprechgesang des Publikums. Der kommt von einer Gruppe, die aus der Punk- und Death-Metal-Szene stammt. Letztlich wurde an dieser Sequenz über 16 Monate immer wieder geschnitten, weil der Schnitt immer filigraner abgestimmt werden musste. Am Ende steht eine imposante Szene, die zu den ganz großen Momenten von Dune: Teil 2 gehört.


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