Dune Pro: Betrugsverdacht bei geklontem Mac-Pro-Gehäuse auf Indiegogo

Dune Pro heißt das nachgemachte Mac-Pro-Gehäuse, das über Crowdfunding finanziert wurde. Leider haben viele Kunden ihre Geräte nicht erhalten.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Dune Pro
Dune Pro (Bild: Indiegogo)

Es sollte ein PC-Gehäuse in Mac-Pro-Optik werden: Dune Pro wurde 2019 auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo beworben. Wer wollte, konnte zur Finanzierung der Idee Geld vorschießen und sollte als Belohnung ein Gehäuse bekommen.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (w/m/d) für MS Windows in der Anwendungsbetreuung
    VRG IT GmbH', Oldenburg
  2. IT-Lizenzmanager (m/w/d)
    ALDI International Services SE & Co. oHG, Mülheim
Detailsuche

Der Preis lag bei umgerechnet rund 250 bis 300 Euro. Wegen des Designs schienen offenbar viele gewillt, das Risiko einzugehen, so dass laut Indiegogo ein Betrag von 1,2 Millionen Euro zusammenkam.

Die Initiatoren der Crowdfunding-Aktion brachten seitdem Fotos, Texte und Hinweise auf den Fortgang der Entwicklung, so dass wohl erst spät Unruhe aufkam. Die Coronapandemie lieferte dann auch noch einen allgemein anerkannten Grund, weshalb sich die Auslieferung verzögerte. Das Gehäuse sollte in China produziert werden.

  • Dune Pro (Bild: Indiegogo)
  • Dune Pro (Bild: Indiegogo)
  • Dune Pro (Bild: Indiegogo)
Dune Pro (Bild: Indiegogo)

Im März 2022 schrieben die Macher, dass die Testproduktion angelaufen sei und die Qualitätskontrolle daran arbeite, die Serienproduktion zu ermöglichen. Doch dann passierte wieder nichts.

Seit März herrscht Funkstille

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17./18.10.2022, Virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    29.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Mittlerweile sind die Unterstützer desillusioniert und fürchten, dass sie die Geräte nicht mehr bekommen und sich die Initiatoren mit dem Geld abgesetzt haben. Das geht aus den Kommentaren hervor, die mittlerweile eine hohe vierstellige Zahl erreicht haben. Denkbar ist auch, dass Apple sich bei den Initiatoren gemeldet und rechtliche Ansprüche angemeldet hat.

Ein Onlineshop, in dem die Gehäuse ebenfalls angeboten wurden, ist mittlerweile offline gegangen.

Der Autor meint dazu:

Die Erfahrung zeigt, dass es eine Anzahl von Projekten auf Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo gibt, bei denen von vornherein eine Betrugsabsicht vermutet werden kann. Eine weitaus größere Zahl von Projekten scheitert aus anderen Gründen: Die Gründer sind zu unerfahren oder werden von Produktionspartnern hinters Licht geführt, die Preiskalkulation war von vornherein falsch oder die Produkte funktionieren einfach nicht, weil sie falsch konstruiert wurden, oder sie weisen eine miese Qualität auf.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Braineh 27. Jun 2022 / Themenstart

Danke, war auch mein erster Gedanke, als ich das Ding sah

Oktavian 25. Jun 2022 / Themenstart

Auch hier das gleiche Problem. Sony hat sich die Form der Seitenschalen und die Form der...

Oktavian 25. Jun 2022 / Themenstart

Persönliche Betroffenheit scheint für mich ein Hauptkriterium für Relevanz zu sein...

Lehmmanbnhb 25. Jun 2022 / Themenstart

Mal ein Beispiel: Vor 30 Jahren (!) gab ein Spritzgiesser als Beispiel die...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Eichrechtsverstoß
Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
Artikel
  1. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

  2. Quartalsbericht: Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder
    Quartalsbericht
    Huawei steigert den Umsatz trotz US-Sanktionen wieder

    Besonders im Bereich Cloud erzielt Huawei wieder Zuwächse.

  3. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /