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Dürresommer: Frankreichs Strommarkt gerät in Bewegung

Hohe Temperaturen und fehlendes Wasser haben den von Atomstrom dominierten französischen Strommarkt verändert. Batteriespeicher profitieren davon.
/ Mario Petzold
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Atomkraftwerk und Übertragungsleitungen in Saint-Vulbas bei Lyon (Bild: AFP via Getty Images/Olivier Chassignole)
Atomkraftwerk und Übertragungsleitungen in Saint-Vulbas bei Lyon Bild: AFP via Getty Images/Olivier Chassignole

Eine Analyse des Speicherbetreibers Storio Energy(öffnet im neuen Fenster) zur Entwicklung der Strompreise in Frankreich zeigt Schwankungen, die lediglich Anfang 2022 noch höher ausgefallen waren. Damals hatte der Angriff Russlands auf die Ukraine den Gaspreis auf das Fünffache des heutigen Werts steigen lassen.

Für die jetzige Situation hingegen seien Umweltfaktoren und ein sich verändernder Strommarkt verantwortlich, keine Gaskrise. Im Vergleich zum September 2025 fehlen demnach durchschnittlich 3,7 Gigawatt (GW) Leistung aus Atomkraft, 2,3 GW aus Windkraft und 1,5 GW aus Wasserkraft.

Dagegen sei die Leistung von Photovoltaik im September 2026 annähernd um 2 GW und aus Gasturbinen um 1 GW höher als vor einem Jahr ausgefallen. In Summe ergab sich eine weniger gleichmäßige Stromproduktion, was zu einer durchschnittlichen Differenz von mehr als 200 Euro zwischen dem günstigsten und höchsten Preis pro Megawattstunde führte. Das entspricht einem Abstand, der in Deutschland regelmäßig erreicht(öffnet im neuen Fenster) wird.

Negative Preise und steigende Einnahmen

Hinzu kommt laut Bericht ein in Frankreich bisher kaum gekanntes Phänomen: Stunden mit negativem Strompreis. Im Jahr 2026 wurden bereits jetzt über 800 gezählt, 2023 seien es insgesamt nur 147 Stunden gewesen.

Für Storio Energy bedeutet das nach eigenen Angaben, dass ihr Geschäftsmodell immer besser funktioniert. Im September 2026 hätten die eigenen Speicher demnach Strom eingespeichert, der durchschnittlich 7,3 Cent je Kilowattstunde kostete. Wieder ins Stromnetz abgegeben wurde die Energie für 23,2 Cent. Im Vergleich zu 2024 hätten sich die Einnahmen aus der Stromzwischenspeicherung dadurch verdoppelt.

Damit lohnt sich in Frankreich, auch bedingt durch die extreme Dürre im Sommer 2026 und den Ausbau der Photovoltaik, mittlerweile ebenfalls der Betrieb von Batteriespeichern. Frankreich galt bisher als schwieriges Umfeld, da der Strompreis durch den hohen Anteil an Atomkraft, die zudem stark subventioniert wird, im Durchschnitt sehr niedrig ist, und Schwankungen durch Pumpspeicherwerke sowie den Export von Strom ausgeglichen werden konnten. Nach dem Sommer 2026 gilt dies so nicht mehr.


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