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Dual Mode: Siemens' erste Vectron-Hybrid-Lok ist fertig

Hybrid muss nicht immer Akkunutzung heißen. Siemens' neue Vectron hat neben der Elektrofähigkeit unter Fahrdraht auch einen Dieselmotor. Der Motor dient aber nicht als simpler Range-Extender, was die neue Lok sehr flexibel macht.

Artikel veröffentlicht am ,
Der interne Aufbau der Vectron Dual Mode: In der Mitte ist die Diesel- samt Kühleinheit zu sehen (Dunkelblau, Dunkelrot).
Der interne Aufbau der Vectron Dual Mode: In der Mitte ist die Diesel- samt Kühleinheit zu sehen (Dunkelblau, Dunkelrot). (Bild: Siemens/Montage: Martin Wolf/Golem.de)

Siemens hat den ersten von zwei Prototypen der Vectron-E-Lok mit Diesel-Motor fertiggestellt, wie die Railway Gazette schreibt. Die Vectron selbst, vor allem durch die Nasenkonstruktion sehr auffällig, wird normalerweise als elektrische oder dieselelektrische Allround-Lokomotive angeboten. Sie ist sowohl im Fracht- wie im Personenverkehr in Europa unterwegs und fährt normalerweise 160 km/h. Einige Varianten schaffen auch mehr.

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Die neue Dual Mode genannte Vectron wird noch flexibler einsetzbar sein, denn sie muss nicht zwangsläufig unter einem Fahrdraht fahren. Dafür ist sie leistungstechnisch aber eher auf dem Niveau der Diesel-Vectrons, auch beim Fahren unter einer Oberleitung. Dass die Konstruktion viel Platz braucht, zeigt sich an einigen Details. Während eine reine dieselelektrische Vectron immerhin 4.000 Liter Diesel aufnehmen kann, sind es bei der Dual Mode nur 2.500 Liter. Trotzdem nimmt der Dieselteil der Lok gut zwei Drittel im Innenraum ein. Mit einem Gewicht von 90 Tonnen ist die Vectron Dual Mode ein paar Tonnen schwerer als die meisten anderen Varianten. Einige wenige E-Varianten wiegen allerdings ebenfalls 90 Tonnen. Die Diesellok liegt bei 80 bis 88 Tonnen.

Vorerst kann die neue Vectron, die laut Railway Gazette die deutsche Baureihe 248 (die erste Ziffer 2 bedeutet Diesellok) trägt, nur in Netzen mit punktförmiger Zugbeeinflussung (PZB) verkehren. Darunter fällt etwa Deutschland aber auch Teile von Südosteuropa. Eine Nutzung des modernen European Train Control Systems ist in Vorbereitung. Die Lok ist primär für Betreiber von Frachtverkehr gedacht.

Hybrid mit wenigen Nachteilen

Die Daten zeigen zudem, dass es sich bei der Vectron Dual Mode nicht um eine E-Lok mit einfachem Range Extender handelt. Sie soll vielseitig eingesetzt werden und kombiniert die Leistung, die von einer gewöhnlichen dieselelektrischen Lok zu erwarten ist, mit der Fähigkeit, sich ohne Nachtanken auf modern ausgestatteten Gleisen zu bewegen. Wenn auch nicht mit den Fähigkeiten einer regulären Fracht-E-Lokomotive, die aber ein gut ausgebautes Netz benötigen.

Die Vectron Dual Mode ist die sechste Variante. Neben der Dieselvariante listet das offizielle Prospekt noch eine Mehrsystem-Lok (erkennbar an vier Stromabnehmern), eine Gleichstromlok und zwei Wechselstromloks unterschiedlicher Leistung. Anpassungen an Zugsicherungssysteme und Ähnliches sind nicht eingerechnet.



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taschenorakel 13. Mär 2019

Für Dieselstreckenloks hat sich schon vor Jahrzehnten der dieselelektrische Antrieb...

taschenorakel 13. Mär 2019

Anders herum wird ein Schuh draus: Die Vectron gab es bislang als reine E-Lok und als...

Kein Kostverächter 12. Mär 2019

Wider Erwarten doch kein Hybrid aus Registrierkasse und Triebwagen...


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