Abo
  • Services:

DSL-Entwickler: TDSL soll 1 TBit/s über das alte Kupferkabel bringen

John Cioffi, der Vater des DSL, will 1 TBit/s im Kupferkabel erreichen. TDSL nutzt die winzigen Luftlücken im Kupferkabel zur Übertragung eines drahtlosen Signals. Ein Experte findet das "smart" und "im Prinzip durchaus machbar".

Artikel veröffentlicht am ,
Kupferkabel im G.fast-Labor
Kupferkabel im G.fast-Labor (Bild: Christoph von Schierstädt/Intel)

In seiner Rede auf dem G.fast Summit in Paris in der vergangenen Woche hat John Cioffi, der als Vater des DSL gilt, sein Konzept für Terabit DSL (TDSL) vorgestellt, berichtet das Magazin EEtimes. Erreicht werden könne über eine Strecke von 100 Metern 1 TBit/s, bis zu 100 GBit/s über 300 Meter und 10 GBit/s über 500 Meter.

Stellenmarkt
  1. Gühring KG, Albstadt
  2. Bezirk Mittelfranken, Ansbach

Die Technologie ist noch nicht getestet, und existiert lediglich als Computermodell, das Cioffi zusammen mit seinen Kollegen bei dem Unternehmen ASSIA (Adaptive Spectrum and Signal Alignment) entworfen hat. Eine Entwicklung von TDSL hält er in zwei bis drei Jahren für möglich, wenn die Ausrüster und Netzbetreiber sich engagieren.

Cioffi gilt als einer der wichtigsten Entwickler der DSL-Technologie. Im Jahr 1986 hat der heute 60-Jährige zuerst als Assistenz-Professor an der Stanford University zusammen mit seinen Studenten im Bereich Discrete Multitone Transmission (DMT) geforscht, was ein wichtiger Teil der DSL-Technologie wurde. Cioffi ist Träger des Marconi-Preises und des IEEE Alexander Graham Bell Awards. Ein namhafter deutscher Experte aus der Ausrüsterbranche nannte das TDSL-Modell "smart. Das ist Physik der elektromagnetischen Wellenleitung. Also im Prinzip durchaus machbar, ein weiterer Schritt bei der Kupferveredlung."

Lenkung chaotischer, mehrdimensionaler Kanäle

TDSL nutzt die winzigen Luftlücken in Kupferkabel zur Übertragung eines drahtlosen Signals. Die Drähte tragen keine direkten Signale, sondern wirken als Hohlleiter für sie. Weil die Lücken sehr schmal sind, sind Wellenlängen im Bereich 50 GHz bis 600 GHz nötig.

"Anstatt den Strom in die Drähte einzuspritzen, werden fast mikroskopische Antennen wie ein Donut um den Draht herumgelegt, ohne ihn zu berühren", sagte Cioffi. "Das Schießen eines IR-Lasers auf diese Elemente erzeugt eine Millimeterwelle ähnlich dem, was in der kohärenten Optik gemacht wird, aber wir verwenden eine andere Frequenz und eine Reihe von Signalen anstelle von nur einem, wie in der Optik." Das gleiche Konzept wie bei MIMO und Vectoring diene hier einem Festnetzsystem für die "Lenkung chaotischer, mehrdimensionaler Kanäle".

Als Hardware könnten 120 GHz ADCs und kostenreduzierte 16-nm-GPUs dienen.



Anzeige
Hardware-Angebote

bombinho 20. Mai 2017

Eindeutigkeit. Wenn ich einen Amplitutenanstieg habe, dann kann dieser auch Rauschen...

bombinho 20. Mai 2017

Hui elegant, wie Du das, was Du bei Anderen als Nebelkerze bezeichnest, mal so locker...

Ovaron 17. Mai 2017

Wieder mal ohne Quellenangabe?

tingelchen 16. Mai 2017

Falls es dir nicht aufgefallen ist. Der Strang hier bezieht sich auf 5G Netze. Als...

bombinho 16. Mai 2017

Dafuer ist man nicht von Zufaellen abhaengig.


Folgen Sie uns
       


Samsung Flip - Test

Das Samsung Flip ist ein Smartboard, das auf eingängige Weise Präsentationen oder Meetings im Konferenzraum ermöglicht. Auf dem 55 Zoll großen Bildschirm lässt es sich schreiben oder zeichnen - doch erst, wenn wir ein externes Gerät daran anschließen, entfaltet es sein komplettes Potenzial.

Samsung Flip - Test Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

    •  /