Abo
  • Services:

DSGVO: La-Liga-App überwacht Umfeld per Mikrofon

Eine Android-App der spanischen Fußballliga sucht im Hintergrund nach illegalen Streams in Kneipen - und aktiviert dazu Mikrofon und GPS des Smartphones. Herausgekommen ist das Verhalten durch die Datenschutzgrundverordnung.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Spiel der Fußballliga im Camp Nou
Ein Spiel der Fußballliga im Camp Nou (Bild: David Ramos/Getty Images)

Die offizielle App der spanischen Fußballliga La Liga sucht über das im Smartphone verbaute Mikrofon im Hintergrund nach unlizenzierten Live-Streams und Übertragungen von Fußballspielen. Die umstrittene Praxis konnte aufgedeckt werden, weil die Datenschutzbedingungen im Zuge der Anwendung der Datenschutzgrundverordnung überarbeitet wurden. Die Macher der App haben die Funktion laut einem Bericht der Tageszeitung El País bestätigt.

Stellenmarkt
  1. Cluno GmbH, München
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Schweinfurt

Das Mikrofon des Smartphones wird allerdings nicht die gesamte Zeit angezapft, sondern nur während der Liveübertragung von Spielen. Außerdem wird das GPS-Modul angeschaltet, sodass überprüft werden kann, ob etwa eine Kneipe oder ein anderer öffentlicher Ort Spiele überträgt, ohne eine gültige Lizenz zu besitzen.

Die Fußballliga wehrt sich gegen Kritik. Sie zeichnet nach eigenen Angaben nur kurze Audiofragmente auf, die auf das Vorhandensein eines Streams schließen lassen, aber keine kompletten Gespräche. Kneipen, die in Spanien Pay-TV-Spiele übertragen, benötigen wie in Deutschland eine Lizenz dafür. Der Fußballverband gibt an, pro Jahr rund 150 Millionen Euro Schaden durch illegale Übertragungen zu haben.

Auch andere Apps mit Problemen

Auch andere Sport-Apps nehmen es mit dem Datenschutz offenbar nicht so ernst. Einer Analyse des Unternehmens Pradeo zufolge nimmt die Android-App des Sportsenders Eurosport im Hintergrund Kontakt mit zahlreichen Servern auf und sendet den Standort der Nutzer an 18 verschiedene Empfänger. Außerdem sei die App für zahlreiche Angriffe verwundbar, die nach den üblichen Sicherheitsregeln der OWASP (Open Web Application Security Project) eigentlich verhindert werden sollten, etwa Man-In-The-Middle-Angriffe. Insgesamt seien 63 Schwachstellen festgestellt worden. Eine Stellungnahme von Eurosport liegt bislang nicht vor. Immer wieder wird über neugierige Apps diskutiert. Einige suchen auch im Hintergrund nach Ultraschallsignalen, die etwa per Fernsehwerbung ausgespielt werden, um eine Reichweitenmessung zu unterstützen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 319,90€ (Bestpreis!)
  2. (aktuell u. a.Transcend 256-GB-SSD 41,49€, Chieftec 550/600W Netzteile ab 42,90€)
  3. 229,99€

WalterWhite 12. Jun 2018

Ich bekomme bei Google Umfrage, und in Google now, Fragen/Nachrichten über Dinge über die...

str (Golem.de) 12. Jun 2018

Dir richtige - abenteuerliche - Schreibweise lautet nach neuer Rechtschreibung Fu...

Karmageddon 12. Jun 2018

... denn einige scheren sich einen Dreck darum und man kann schon sicher sein, dass "La...

lgo 12. Jun 2018

Kein Geld=kein Journalismus. Wenn Du keine Werbung willst, bezahl halt. Im Gegensatz zu...

a user 12. Jun 2018

"Mehr" ist relativ. Und die ansolute dominierende Mehrheit klickt das immer noch schnell...


Folgen Sie uns
       


Sekiro - Test

Ein einsamer Kämpfer und sein Katana stehen im Mittelpunkt von Sekiro - Shadows Die Twice. Das Actionspiel von From Software schickt Spieler in ein spannendes Abenteuer voller Herausforderungen.

Sekiro - Test Video aufrufen
Pie: Google und die verschollenen Android-Zahlen
Pie
Google und die verschollenen Android-Zahlen

Bis Oktober 2018 hat Google jeden Monat Zahlen zur Verbreitung der verschiedenen Android-Versionen veröffentlicht. Daran ließ sich unter anderem ablesen, wie schnell sich eine neue Version am Markt durchsetzt. Seit gut einem halben Jahr schweigt Google aber - was ist da los?
Von Tobias Költzsch

  1. Google Neue Android-Q-Beta bringt App-Blasen
  2. Security Patch Google beseitigt im April Qualcomm-Sicherheitslücken
  3. Android 10 Google veröffentlicht erste Betaversion von Android Q

Verschlüsselung: Ärger für die PGP-Keyserver
Verschlüsselung
Ärger für die PGP-Keyserver

Die Schlüsselserver für PGP sind so ausgelegt, dass sie fast alles ungeprüft akzeptieren. Das führt zu zahlreichen Problemen, zuletzt wurden die Keyserver aufgrund von Angriffen mit vergifteten Schlüsseln immer unzuverlässiger.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. OpenPGP/GnuPG Signaturen fälschen mit HTML und Bildern
  2. GPG-Entwickler Sequoia-Projekt baut OpenPGP in Rust

Linux: Wer sind die Debian-Bewerber?
Linux
Wer sind die Debian-Bewerber?

Nach schleppendem Beginn stellen sich vier Kandidaten als Debian Project Leader zur Wahl. Zwei von ihnen kommen aus dem deutschsprachigen Raum und stellen Golem.de ihre Ziele vor.
Von Fabian A. Scherschel

  1. Betriebssystem Debian-Entwickler tritt wegen veralteter Werkzeuge zurück
  2. Linux Debian-Update verhindert Start auf ARM-Geräten
  3. Apt Bug in Debian-Paketmanager feuert Debatte über HTTPS an

    •  /