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DS No. 8 im Praxistest: Das Auto für die Winter-Langstrecke

Der DS No. 8 vereint auch im Winter auf der Langstrecke einen guten Verbrauch mit reichlich Akku -Kapazität – und ist auf langen Fahrten gemütlich.
/ Tobias Költzsch
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Der DS No. 8 (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der DS No. 8 Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. DS No. 8 im Praxistest: Das Auto für die Winter-Langstrecke
  2. Innere Türgriffe mit Hommage an alte Modelle
  3. Gute Übersicht dank 360-Grad-Kamera
  4. Entspannt fahren mit vorausschauendem Fahrassistenten
  5. Ladeplanung ohne Anbieterfilter
  6. DS No. 8: Verfügbarkeit und Fazit

Es ist mir noch nicht häufig passiert, dass Bekannte beim Einsteigen in ein Testfahrzeug im Grunde alle das Gleiche sagen. Beim DS No. 8 hingegen gab immer folgende zwei Kommentare: "Das sieht aus wie in einem Raumschiff!" und "Wo ist der Türgriff?" Tatsächlich hat die ehemalige Citroën-Marke DS, die mittlerweile eigenständig innerhalb der Stellantis-Familie agiert, mit dem No. 8 ein gleichzeitig futuristisch und eigenwillig anmutendes, aber auch sehr komfortables Auto geschaffen.

Ich habe für meinen Test die Long-Range-Version der Grundvariante Pallas in der niedrigsten Motorisierung mit 180 kW (245 PS) angefordert, weil sie die längste Reichweite hat. Zwischen 692 und 749 km mit einer Ladung gibt DS für das Fahrzeug an, was ein hoher Wert ist. Mich hat interessiert, was davon im Winter bei niedrigen Temperaturen, miesem Wetter und einer 700 km langen Strecke auf der Autobahn übrig bleibt – und war überrascht, wie viel es tatsächlich ist.

DS bezeichnet den No. 8 als ein SUV-Coupé, was es recht gut trifft. Vor allem vorne ist der No. 8 recht bullig, die Dachlinie fällt aber nach hinten ab – die typische Kastenform eines klassischen SUV fehlt dem Fahrzeug. Die Form ähnelt anderen Crossover-SUVs, wie etwa der des Kia EV6 , der allerdings kürzer und daher etwas kompakter wirkt. Außerdem fällt das Dach beim No. 8 stärker nach hinten ab.

Wuchtige Präsenz trotz Coupé-Dach

Das Fahrzeug ist mit 4.820 x 2.099 x 1.580 mm ähnlich gewaltig wie ein Fullsize-SUV – ein kleines Auto ist der No. 8 beileibe nicht. Das ist nicht nur an der Präsenz außen zu bemerken, sondern auch im Innenraum. Dort steht sowohl Passagieren als auch Gepäck reichlich Platz zur Verfügung: Vorne und hinten ist die Beinfreiheit großzügig, auch der Kopf hat hinten trotz abfallenden Dachs genügend Platz. In den Kofferraum passen 621, bei umgeklappten Rücksitzen 1.553 Liter – ich konnte drei prall gefühlte Grünschnittsäcke problemlos transportieren.

DS No. 8 Probe gefahren
DS No. 8 Probe gefahren (04:39)

Das Design des No. 8 ist wie bereits angedeutet speziell – vor allem im Innenraum, aber auch bei einigen Details außen. Die LED-Scheinwerfer sind schmale Schlitze, die Tagfahrlichter darunter wirken wie Reißzähne. Die Front wird durch einen auffälligen Spoiler ergänzt, der den No. 8 in meinen Augen eher brachialer als sportlicher wirken lässt.

Die Seite des No. 8 wird durch eine ganz leicht angedeutete Linie aufgelockert, zusammen mit einer schwarzen Leiste am Boden und einer Chrom-Zierleiste am Dach. Die Linie führt zu den ungewöhnlichen Rücklichtern, die quasi drei Zacken haben. Eine durchgehende Lichtleiste am Heck hat der No. 8 nicht, das dritte Bremslicht ist in der Mitte des kleinen Heckspoilers angebracht.

Insgesamt ist das äußere Design des No. 8 eher zurückhaltend, wird aber durch markante Extras aufgelockert. Beim Innenraum hat DS allerdings jegliche Zurückhaltung aufgegeben und setzt auf ein futuristisches, gleichzeitig aber durchaus stilvolles Design. Dabei werden einige Besonderheiten des Citroën DS und seiner Nachfolger aufgegriffen.


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