Entspannt fahren mit vorausschauendem Fahrassistenten
Das liegt auch an dem gut funktionierenden Fahrassistenzsystem, das bei der von mir getesteten Pallas-Variante allerdings als Teil des Tech-Pakets aufpreispflichtig ist. Die Lenkhilfe funktioniert bis 180 km/h und leitet das Fahrzeug geschmeidig durch Kurven – und das auch in Baustellen. Der No. 8 zählt zu den besten von mir getesteten Fahrzeugen, was die Navigation in Baustellen betrifft.
Die Schilderkennung funktioniert in den meisten Fällen gut, der Fahrassistent erkennt neue Tempolimits und bietet mir an, die Geschwindigkeit selbsttätig einzustellen. Wie viele Elektroautos hat aber auch der No. 8 in der Stadt Probleme, Schilder mit Zeitbeschränkungen richtig zu deuten. Dann piept uns das System nervös an – die akustische Warnung muss ich über ein Menü deaktivieren.
Um an dieses Fahrassistenzmenü zu kommen, kann ich glücklicherweise eine physischen Button verwenden. Er funktioniert unerklärlicherweise aber nicht immer sofort: Manchmal muss ich zwei- oder dreimal draufdrücken, damit das Menü erscheint. Etwas Ähnliches ist mir bei der Wahl des Fahrmodus über die Buttons in der Mittelkonsole aufgefallen: Drücke ich einen davon, weist das System in der Regel eine Verzögerung von zwei Sekunden oder mehr auf, was nervt.
Vorausschauende Geschwindigkeitsreduzierung ist praktisch
Die Geschwindigkeitseinstellung über den Fahrassistenten funktioniert oft, aber nicht immer erst ab dem Schild: Vor allem in Bereichen, wo auf 100 und kurz danach auf 80 km/h reduziert wird, fragt das System rechtzeitig nach und beginnt dann früher als etwa Fahrzeuge von Kia mit dem Bremsen. Dieses vorausschauende Verhalten macht das Reisen noch entspannter.
Bild 1/35: Die Mittelkonsole geht bis zum Armaturenbrett, darunter befindet sich eine weitere Ablage mit Becherhaltern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/35: In der Mittelkonsole ist zudem noch ein kleines Fach und ein größeres, klimatisiertes eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/35: Das Innenraumdesign des No. 8 ist elegant und ungewöhnlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/35: Das Lenkrad hat seitliche Bedienelemente. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/35: Die Speichen des Lenkrads sind in einer recht ungewöhnlichen X-Form verbaut, was für die Hände erstaunlich bequem ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/35: In der Mitte ist ein breites, aber nicht sonderlich hohes Display verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/35: Die Becherhalter lassen sich herausnehmen, um mehr Platz im unteren Fach zu schaffen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/35: In der Mittelkonsole findet sich die Stellantis-typische Schaltwippe für die Gangwahl. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/35: Die Knöpfe für die Fensterheber haben eine ungewöhnliche Form. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/35: Bei unserem Testfahrzeug lassen sich die Sitze elektronisch verstellen, inklusive Lordosenstütze. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/35: Die hinteren Sitze haben eigene Klimadüsen und Sitzheizung. Außerdem lässt sich von hier aus der Beifahrersitz nach vorne bewegen, um mehr Beinfreiheit zu schaffen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/35: Das geräumige Cockpit mit dem ungewöhnlichen Lenkrad (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 13/35: Hinten sitzen Passagiere sehr bequem und haben eine gute Beinfreiheit; im Foto befindet sich der Fahrersitz etwas weiter hinten als während der Fahrt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 14/35: Der Kofferraum ist mit 621 Litern sehr geräumig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 15/35: Werden die Rücksitze umgeklappt, passt eine Menge in den No. 8.
Bild 16/35: Die Kameras beim Rückwärtsfahren sind an sich gut, bis auf das Problem mit der dauerbeschlagenen Kamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 17/35: Der No. 8 fährt sich sehr angenehm und ruhig, obwohl unser Modell nicht das sich selbst anpassende Fahrwerk hat. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 18/35: Die Elemente auf dem Fahrdisplay sind übersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/35: Über das HUD werden verschiedene Informationen angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/35: Der DS No. 8 ist ein großes SUV-Coupé. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/35: Die Front hat ein markantes Aussehen mit nach unten ragendem Tagfahrlicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/35: Sie Seitenlinie des No. 8 ist eher dezent. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/35: Das Dach fällt nach hinten ab. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/35: Das Heck des No. 8 hat ungewöhnliche Rücklichter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/35: Der No. 8 hat einen kleinen Spoiler. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/35: Die Verarbeitung des DS ist sowohl außen als auch innen sehr hochwertig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/35: Der Innenraum hat eine Ambientebeleuchtung, die vor allem im Dunkeln sehr gut zur Wirkung kommt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/35: Anstelle des optischen Rückspiegels lässt sich auch ein digitaler verwenden, der vor allem im Dunkeln eine bessere Sicht bietet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 29/35: Mit der Rückfahrkamera hatten wir bei unserem Testfahrzeug ein Problem: Die Kamera war an den Rändern immer beschlagen, Reinigen hat nicht geholfen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 30/35: Der No. 8 hat gute Rundumkameras und eine 360-Grad-Ansicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 31/35: Der Startbildschirm des Infotainment-Displays lässt sich nach eigenen Vorlieben konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 32/35: Auf mehreren Seiten lassen sich Funktionen wie Widgets bei einem Smartphone in unterschiedlichen Größen platzieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 33/35: Auf der dritten Seite können App-Shortcuts abgelegt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 34/35: Nicht nur das Display in der Mitte des Armaturenbrettes lässt sich konfigurieren, sondern auch die Kombination aus Fahrdisplay und HUD. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 35/35: Insgesamt lassen sich fünf Kombinationen konfigurieren, die während der Fahrt durch Knopfdruck gewechselt werden können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Etwas umständlich finde ich die Aktivierung des Lenkassistenten über die Buttons am Lenkrad. Ich muss zunächst über eine Taste auswählen, ob ich den adaptiven Tempomaten, den Lenkassistenten oder keine Unterstützung möchte. Anschließend wird die Geschwindigkeit eingestellt. Zwar werden mir die Auswahlmöglichkeiten auch im HUD angezeigt, ich fühle mich in der Zeit aber abgelenkt – eine Aktivierung mit einem Knopfdruck wie bei den meisten Herstellern ist mir persönlich lieber.
Der Fahrassistent ist allerdings nicht perfekt: Bei meinen Fahrten ist es insgesamt dreimal vorgekommen, dass das System plötzlich ausfiel. Grund war laut dem No. 8 ein verunreinigter Sensor. Nach etwa 5 Minuten manuellem Fahren ließ sich das System wieder aktivieren. Es hat in der Tat zum Zeitpunkt des Ausfalls jeweils geregnet, ein derartiges Verhalten habe ich aber bislang noch nicht erlebt.
Das eingebaute Navi funktioniert gut und hat aktuelle Livedaten zur Verkehrslage und den Ladestationen. Es gibt sie im Rahmen des Connect-Plus-Pakets drei Jahre lang inklusive – danach kosten sie extra.