Das betrifft etwa die Türgriffe innen – einer der Punkte, der von meinen Mitfahrern immer wieder genannt wird. Anders als bei allen anderen von mir getesteten Autos in diesem Jahr zieht man seine Tür hier nicht über einen Griff in der Armlehne zu, sondern über eine vertikale Vertiefung hinter den Lautsprechern. Diese sind aus Metall gefertigt, am Rand gibt es eine LED-Lichtleiste. Das sieht ungewöhnlich, aber geschmackvoll aus, wie ich finde.
Derartige vertikale Griffe gab es auch beim Citroën DS und den Nachfolgern. Beim Citroën CX trieb der Hersteller das Konzept auf die Spitze und verbaute eine Art Pistolengriff, bei dem zum Öffnen der Tür ein Auslöser mit dem Zeigefinger gezogen werden musste. Leider kann ich beim No. 8 die Tür nicht auch über den schönen Griff öffnen – das wird über einen konventionellen Türöffner darunter erledigt. Hätte DS die beiden Griffe kombiniert, wäre das eleganter gewesen.
Apropos elegant: Der Innenraum des No. 8 wirkt insgesamt sehr schick, was nicht nur am hochwertig verarbeiteten Kunstleder und den zahlreichen Ziernähten liegt. Sie finden sich an der Türinnenverkleidung und dem Armaturenbrett, das sich in einer geschwungenen Linie über die Lautsprecher/Türgriffe erstreckt. Das Armaturenbrett besteht aus einem oberen und einem unteren Teil und ist wie alle Oberflächen, die wir mit Armen und Händen berühren, unterschäumt und daher weich.
Auch Hartplastik kann gut aussehen
Unterhalb der Knie gibt es Hartplastik in den Türen, aber auch hier verwendet DS ein hübsches Muster, was den Look auflockert. Zwischen den auch auf der Langstrecke sehr bequemen Vordersitzen (dank Comfort-Packet mit Sitzheizung und Lüftung) befindet sich eine Mittelkonsole, die komplett bis zum Armaturenbrett reicht. Dort befindet sich eine Handyablage. In der Mittelkonsole gibt es ein großes klimatisiertes Fach, zusätzlich zu einem kleineren, das auch als Becherhalter dient.
Bild 1/35: Die Mittelkonsole geht bis zum Armaturenbrett, darunter befindet sich eine weitere Ablage mit Becherhaltern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/35: In der Mittelkonsole ist zudem noch ein kleines Fach und ein größeres, klimatisiertes eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/35: Das Innenraumdesign des No. 8 ist elegant und ungewöhnlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/35: Das Lenkrad hat seitliche Bedienelemente. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/35: Die Speichen des Lenkrads sind in einer recht ungewöhnlichen X-Form verbaut, was für die Hände erstaunlich bequem ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/35: In der Mitte ist ein breites, aber nicht sonderlich hohes Display verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/35: Die Becherhalter lassen sich herausnehmen, um mehr Platz im unteren Fach zu schaffen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/35: In der Mittelkonsole findet sich die Stellantis-typische Schaltwippe für die Gangwahl. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/35: Die Knöpfe für die Fensterheber haben eine ungewöhnliche Form. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/35: Bei unserem Testfahrzeug lassen sich die Sitze elektronisch verstellen, inklusive Lordosenstütze. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/35: Die hinteren Sitze haben eigene Klimadüsen und Sitzheizung. Außerdem lässt sich von hier aus der Beifahrersitz nach vorne bewegen, um mehr Beinfreiheit zu schaffen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/35: Das geräumige Cockpit mit dem ungewöhnlichen Lenkrad (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 13/35: Hinten sitzen Passagiere sehr bequem und haben eine gute Beinfreiheit; im Foto befindet sich der Fahrersitz etwas weiter hinten als während der Fahrt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 14/35: Der Kofferraum ist mit 621 Litern sehr geräumig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 15/35: Werden die Rücksitze umgeklappt, passt eine Menge in den No. 8.
Bild 16/35: Die Kameras beim Rückwärtsfahren sind an sich gut, bis auf das Problem mit der dauerbeschlagenen Kamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 17/35: Der No. 8 fährt sich sehr angenehm und ruhig, obwohl unser Modell nicht das sich selbst anpassende Fahrwerk hat. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 18/35: Die Elemente auf dem Fahrdisplay sind übersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/35: Über das HUD werden verschiedene Informationen angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/35: Der DS No. 8 ist ein großes SUV-Coupé. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/35: Die Front hat ein markantes Aussehen mit nach unten ragendem Tagfahrlicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/35: Sie Seitenlinie des No. 8 ist eher dezent. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/35: Das Dach fällt nach hinten ab. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/35: Das Heck des No. 8 hat ungewöhnliche Rücklichter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/35: Der No. 8 hat einen kleinen Spoiler. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/35: Die Verarbeitung des DS ist sowohl außen als auch innen sehr hochwertig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/35: Der Innenraum hat eine Ambientebeleuchtung, die vor allem im Dunkeln sehr gut zur Wirkung kommt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/35: Anstelle des optischen Rückspiegels lässt sich auch ein digitaler verwenden, der vor allem im Dunkeln eine bessere Sicht bietet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 29/35: Mit der Rückfahrkamera hatten wir bei unserem Testfahrzeug ein Problem: Die Kamera war an den Rändern immer beschlagen, Reinigen hat nicht geholfen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 30/35: Der No. 8 hat gute Rundumkameras und eine 360-Grad-Ansicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 31/35: Der Startbildschirm des Infotainment-Displays lässt sich nach eigenen Vorlieben konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 32/35: Auf mehreren Seiten lassen sich Funktionen wie Widgets bei einem Smartphone in unterschiedlichen Größen platzieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 33/35: Auf der dritten Seite können App-Shortcuts abgelegt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 34/35: Nicht nur das Display in der Mitte des Armaturenbrettes lässt sich konfigurieren, sondern auch die Kombination aus Fahrdisplay und HUD. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 35/35: Insgesamt lassen sich fünf Kombinationen konfigurieren, die während der Fahrt durch Knopfdruck gewechselt werden können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Darüber ist die für Stellantis-Fahrzeuge übliche Schaltwippe für die Gänge eingebaut, daneben befinden sich Buttons für die Fahrmodi-Wahl und die Lautstärke. Einige andere Funktionen lassen sich ebenfalls über physische Knöpfe erreichen, etwa die Scheibenbelüftung oder die Aktivierung der Klimaanlage. Ungewöhnlich ist das LED-Sternenmuster auf der Mittelkonsole, das sich – anders als der Rest der geschmackvollen LED-Beleuchtung im Innenraum – nicht in Farbe und Helligkeit einstellen lässt.
Die Temperaturwahl der Zweizonen-Klimaautomatik sowie weitere Funktionen werden über das zentrale Display im Armaturenbrett gesteuert. Es hat eine Diagonale von 16 Zoll, ist aber nicht so groß, wie man aus der Größenangabe schließen könnte. Das liegt am Format: Der Bildschirm ist relativ schmal, dafür aber sehr breit. Entsprechend ist beispielsweise der Kartenausschnitt des eingebauten Navigationssystems ebenfalls eher schmal. In der Standardeinstellung teilt sich das Navi den Bildschirmplatz mit weiteren Anwendungen – das hingegen funktioniert wegen der Breite sehr gut.
Unser No. 8 hat dank des Tech-Pakets auch ein Head-up-Display (HUD). Beim No. 8 lassen sich das HUD in Verbindung mit dem Fahrdisplay hinter dem Lenkrad umfangreich konfigurieren. Ich kann den aktuellen Kartenausschnitt des Navis im HUD, im Fahrdisplay oder auch nur im Touchscreen in der Mitte anzeigen lassen. Ebenso lassen sich verschiedene Leistungsdaten oder Kilometerzähler darstellen.
Einfach zwischen verschiedenen Displaykombinationen wechseln
Insgesamt kann ich fünf Displaykombinationen speichern und über einen Knopfdruck am Blinkerhebel wechseln. Eine derartige Funktion bieten nicht viele Hersteller. Auch das flink reagierende Infotainmentsystem auf dem zentralen Display kann ich nach meinen Vorlieben anpassen und verschiedene Funktionen und Informationen auf den drei Seiten verteilen. Insgesamt fand ich das Infotainmentsystem vor allem am Anfang stellenweise etwas unübersichtlich – mit der Zeit (und nach eigener Konfiguration) bin ich aber gut damit zurechtgekommen.