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Innere Türgriffe mit Hommage an alte Modelle

Das betrifft etwa die Türgriffe innen – einer der Punkte, der von meinen Mitfahrern immer wieder genannt wird. Anders als bei allen anderen von mir getesteten Autos in diesem Jahr zieht man seine Tür hier nicht über einen Griff in der Armlehne zu, sondern über eine vertikale Vertiefung hinter den Lautsprechern. Diese sind aus Metall gefertigt, am Rand gibt es eine LED-Lichtleiste. Das sieht ungewöhnlich, aber geschmackvoll aus, wie ich finde.

Derartige vertikale Griffe gab es auch beim Citroën DS und den Nachfolgern. Beim Citroën CX trieb der Hersteller das Konzept auf die Spitze und verbaute eine Art Pistolengriff, bei dem zum Öffnen der Tür ein Auslöser mit dem Zeigefinger gezogen werden musste. Leider kann ich beim No. 8 die Tür nicht auch über den schönen Griff öffnen – das wird über einen konventionellen Türöffner darunter erledigt. Hätte DS die beiden Griffe kombiniert, wäre das eleganter gewesen.

Apropos elegant: Der Innenraum des No. 8 wirkt insgesamt sehr schick, was nicht nur am hochwertig verarbeiteten Kunstleder und den zahlreichen Ziernähten liegt. Sie finden sich an der Türinnenverkleidung und dem Armaturenbrett, das sich in einer geschwungenen Linie über die Lautsprecher/Türgriffe erstreckt. Das Armaturenbrett besteht aus einem oberen und einem unteren Teil und ist wie alle Oberflächen, die wir mit Armen und Händen berühren, unterschäumt und daher weich.

Auch Hartplastik kann gut aussehen

Unterhalb der Knie gibt es Hartplastik in den Türen, aber auch hier verwendet DS ein hübsches Muster, was den Look auflockert. Zwischen den auch auf der Langstrecke sehr bequemen Vordersitzen (dank Comfort-Packet mit Sitzheizung und Lüftung) befindet sich eine Mittelkonsole, die komplett bis zum Armaturenbrett reicht. Dort befindet sich eine Handyablage. In der Mittelkonsole gibt es ein großes klimatisiertes Fach, zusätzlich zu einem kleineren, das auch als Becherhalter dient.

Darüber ist die für Stellantis-Fahrzeuge übliche Schaltwippe für die Gänge eingebaut, daneben befinden sich Buttons für die Fahrmodi-Wahl und die Lautstärke. Einige andere Funktionen lassen sich ebenfalls über physische Knöpfe erreichen, etwa die Scheibenbelüftung oder die Aktivierung der Klimaanlage. Ungewöhnlich ist das LED-Sternenmuster auf der Mittelkonsole, das sich – anders als der Rest der geschmackvollen LED-Beleuchtung im Innenraum – nicht in Farbe und Helligkeit einstellen lässt.

Die Temperaturwahl der Zweizonen-Klimaautomatik sowie weitere Funktionen werden über das zentrale Display im Armaturenbrett gesteuert. Es hat eine Diagonale von 16 Zoll, ist aber nicht so groß, wie man aus der Größenangabe schließen könnte. Das liegt am Format: Der Bildschirm ist relativ schmal, dafür aber sehr breit. Entsprechend ist beispielsweise der Kartenausschnitt des eingebauten Navigationssystems ebenfalls eher schmal. In der Standardeinstellung teilt sich das Navi den Bildschirmplatz mit weiteren Anwendungen – das hingegen funktioniert wegen der Breite sehr gut.

Unser No. 8 hat dank des Tech-Pakets auch ein Head-up-Display (HUD). Beim No. 8 lassen sich das HUD in Verbindung mit dem Fahrdisplay hinter dem Lenkrad umfangreich konfigurieren. Ich kann den aktuellen Kartenausschnitt des Navis im HUD, im Fahrdisplay oder auch nur im Touchscreen in der Mitte anzeigen lassen. Ebenso lassen sich verschiedene Leistungsdaten oder Kilometerzähler darstellen.

Einfach zwischen verschiedenen Displaykombinationen wechseln

Insgesamt kann ich fünf Displaykombinationen speichern und über einen Knopfdruck am Blinkerhebel wechseln. Eine derartige Funktion bieten nicht viele Hersteller. Auch das flink reagierende Infotainmentsystem auf dem zentralen Display kann ich nach meinen Vorlieben anpassen und verschiedene Funktionen und Informationen auf den drei Seiten verteilen. Insgesamt fand ich das Infotainmentsystem vor allem am Anfang stellenweise etwas unübersichtlich – mit der Zeit (und nach eigener Konfiguration) bin ich aber gut damit zurechtgekommen.


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