Druckernachschub: Canon geht gegen Drittanbieter-Toner vor
Der japanische Kamera- und Druckerspezialist Canon hat eine Bilanz seiner rechtlichen Schritte gegen Anbieter von kompatiblen Tonerkartuschen für das zweite Halbjahr 2025 vorgelegt(öffnet im neuen Fenster) . Demnach wurden erneut zahlreiche Angebote von Drittanbietern auf großen E-Commerce-Plattformen entfernt, da diese geschützte Patente von Canon verletzten. Damit setzt der Konzern seine rigorose Strategie zum Schutz des eigenen Zubehörgeschäfts fort.
Betroffen von den Löschanträgen waren vor allem Händler auf dem Marktplatz von Amazon. Canon stützte sich auf spezifische US- sowie europäische Patente, die unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien gültig sind. Aber auch auf den asiatischen Plattformen Coupang (Südkorea) und T-Mall (China) veranlasste das Unternehmen unter Berufung auf lokale Schutzrechte die Entfernung entsprechender Produktlistings.
Fokus auf Dongle-Gear-Patente
Im Zentrum der Auseinandersetzungen stehen häufig technische Details der Kartuschenkonstruktion. Ein Schwerpunkt liegt dabei oft auf den sogenannten Antriebskupplungen der Walzen. Dritthersteller versuchen regelmäßig, diese Mechanismen nachzubauen, um kompatible und günstigere Alternativen zu den Originalprodukten anzubieten. Canon prüft diese Angebote nach eigenen Angaben sehr genau und meldet monatlich Hunderte Verstöße an die Plattformbetreiber.
Das Vorgehen ist Teil einer langfristigen Geschäftsstrategie. Canon betont, auch künftig an dieser Praxis festzuhalten. Sobald das Unternehmen nach einer internen Prüfung feststellt, dass Kartuschen von Drittanbietern eigene Patente verletzen, fordert es die sofortige Entfernung der Angebote. Das Ziel lautet, den Markt für Plagiate und nicht lizenzierte Nachbauten einzuschränken und Kunden zum Kauf von Originalzubehör zu bewegen.
Ein anhaltendes Katz-und-Maus-Spiel
Für Verbraucher bedeutet diese konsequente Rechtsdurchsetzung, dass preiswerte Alternativprodukte oft nur kurzzeitig verfügbar sind. Verschwindet ein Angebot aufgrund einer Patentbeschwerde, tauchen häufig unter neuem Namen ähnliche Produkte auf, was zu einem dauerhaften Wettlauf zwischen dem Patentinhaber und den Drittherstellern führt. Canon stellte jedoch klar, keine Kompromisse bei der Wahrung der eigenen IP-Rechte (Intellectual Property) einzugehen.
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