Drucker: Xerox will HP für 27 Milliarden US-Dollar kaufen

Xerox strebt die Übernahme des PC- und Druckerherstellers HP an. Wie das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen berichtet, wurden dazu am Dienstag Gespräche geführt. Das Angebot hat ein Volumen von rund 27 Milliarden US-Dollar.
Es steht noch nicht fest, dass Xerox ein Angebot unterbreitet und dass es erfolgreich sein wird. HP hatte erst in der vergangenen Woche mit Enrique Lores einen neuen Chief Executive ernannt und ist mehr als dreimal so groß wie Xerox.
Der Plan der Xerox-Führung, die Firma an den japanischen Konkurrenten Fujifilm Holding zu verkaufen, wurde im April 2018 gestoppt . Die Großaktionäre Carl Icahn (83) und Darwin Deason (76) verhinderten die Übernahme und setzten den Vorstandschef ab. Eine Klage von Fujifilm dagegen wurde abgewiesen.
Was macht HP heute?
Hewlett-Packard hatte die Aufspaltung in zwei separat gehandelte börsennotierte Unternehmen im Oktober 2014 angekündigt. Unter Hewlett-Packard Enterprise wurden IT-Infrastruktur, Software und Services für Großunternehmen zusammengefasst. In der Firma HP laufen alle Druck- und PC-Produkte unter dem alten Firmenlogo. HP mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien, bietet hauptsächlich kleinere Drucker und Druckerzubehör sowie 3D-Drucker und ist außerdem einer der größten PC-Hersteller der Welt. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Geschäftsjahr, das im Oktober 2018 endete, einen Umsatz von rund 58 Milliarden US-Dollar.
Xerox mit Sitz in Norwalk, Connecticut, stellt hauptsächlich Großdrucker und Kopiergeräte her. Der Hauptteil seines Jahresumsatzes von fast 10 Milliarden US-Dollar stammt aus der Vermietung und Wartung dieser Geräte für Unternehmen. Beide Konzerne spüren den massiven Rückgang der Nutzung von Druckern.