Drucker: Xerox verhandelt Übernahme mit HP-Inc.-Aktionären

Xerox redet offiziell mit HP-Investoren über die geplante Übernahme des Herstellers. Laut einer Präsentation, die von HP veröffentlicht wurde, sollen Cross-Selling und eine einheitliche Plattform für Kunden ein geschätztes Umsatzwachstum von 1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar erbringen.

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Aus der Präsentation von Xerox
Aus der Präsentation von Xerox (Bild: HP)

Vertreter von Xerox trafen sich am 9. Dezember mit Aktionären von HP Inc. und Investoren, um den Vorschlag des Konzerns zur Übernahme von HP mit einer Präsentation zu erörtern. Das gab HP Inc. am 9. Dezember 2019 in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission) bekannt. Zudem seien in einem Gemeinschaftsunternehmen in nur 18 Monaten Bruttoeinsparungen von rund 1 Milliarde US-Dollar möglich.

Der Verwaltungsrat von HP hatte das Übernahmeangebot von Xerox zurückgewiesen. Man kam zu dem Schluss, dass der Xerox-Vorschlag "HP erheblich unterbewertet", hieß es in einem Brief an Xerox-Vorstandschef John Visentin. "Wir sind offen dafür, zu prüfen, ob durch eine mögliche Kombination mit Xerox ein Mehrwert für die HP-Aktionäre geschaffen werden kann." Laut HP seien "grundlegende Fragen zu klären", da der Umsatzrückgang seit Juni 2018 erhebliche Fragen in Bezug auf den Geschäftsverlauf und die Zukunftsaussichten aufwerfe. "Durch ein umfassendes Engagement des Xerox-Managements und den Zugriff auf vertrauliche Informationen zu Xerox meinen wir, die Vorzüge einer möglichen Transaktion schnell beurteilen können."

Der Milliardär Carl Icahn ist Unterstützer der Übernahme des PC- und Druckerherstellers HP Inc. durch Xerox. Icahn erklärte, dass ihm 4,24 Prozent der Anteile an HP gehörten, die 1,2 Milliarden US-Dollar wert seien. Zudem besitze der 83-jährige 10,6 Prozent der Aktien von Xerox. Icahn hatte am vergangenen Mittwoch die HP-Aktionäre, die den Zusammenschluss mit Xerox befürworten, aufgefordert, die Direktoren des Herstellers schnell zu kontaktieren. In einem Brief nannte Icahn den eigenständigen Restrukturierungsplan von HP "eine Umstrukturierung der Liegestühle auf der Titanic". Die Aktionäre von HP hätten es verdient, selbst zu entscheiden, ob eine Kombination mit Xerox sinnvoll sei, bevor die Idee vom "Vorstand von HP kurzerhand abgelehnt wird", sagte Icahn.

Xerox mit Sitz in Norwalk, Connecticut, stellt hauptsächlich Großdrucker und Kopiergeräte her. In der Firma HP laufen alle Druck- und PC-Produkte unter dem alten Firmenlogo. HP mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien, bietet hauptsächlich kleinere Drucker und Druckerzubehör sowie 3D-Drucker an und ist außerdem einer der größten PC-Hersteller der Welt. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Geschäftsjahr, das im Oktober 2018 endete, einen Umsatz von rund 58 Milliarden US-Dollar.

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