Drucker: Hersteller von Billigkartuschen aus China kauft Lexmark

Lexmark International hat einer Übernahme für 3,6 Milliarden US-Dollar von Apex Technology aus China(öffnet im neuen Fenster) und PAG Asia Capital zugestimmt. Das gab der Druckerhersteller bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Apex stellt Chips und Komponenten(öffnet im neuen Fenster) für Tintenstrahl- und Laserdruckerkartuschen her, um diese wieder zu befüllen und die Herstellersperren für Verbrauchsmaterialen zu umgehen. PAG Asia Capital ist der Private-Equity-Bereich des Investors PAG.
Das US-Unternehmen Lexmark erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,55 Milliarden US-Dollar. Im Februar 2016 kündigte Lexmark den Abbau von 550 Arbeitsplätzen an.
Lexmark findet die Übernahme aufregend
Lexmark sprach von "einer aufregenden Übernahme" , die laut Vorstand im besten Interesse der Aktionäre sei. Lexmark behält seinen Sitz in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky. Es wird erwartet, dass Paul Rooke, Aufsichtsratschef und Vorstandsvorsitzender, weiterhin das Unternehmen führen wird. Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, falls die Wettbewerbs- und Kontrollbehörden zustimmen.
Das Unternehmen hatte schon im Jahr 2012 angekündigt , keine Tintenstrahldrucker mehr herzustellen und im Rahmen einer Umstrukturierung 1.700 Beschäftigten gekündigt. Lexmark hatte bereits im Januar 2012 im Bereich Endkundentintenpatronen 625 Mitarbeiter entlassen. Danach gab es immer wieder neue Entlassungswellen. Lexmark war kein großer Anbieter in dem Bereich: Hewlett-Packard, Canon und Epson erzielten zu der Zeit zusammen etwa 90 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Tintenstrahldruckern. Lexmark gehörte einst zu IBM und wurde im Jahr 1991 an Clayton Dubilier & Rice verkauft.