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Drosselung: Weitere Erhöhung des DSL-Inklusiv-Volumens möglich

Der künftige Telekom-Chef hat weitere Zugeständnisse bei der umstrittenen DSL -Drosselung angekündigt. Der Videoboom könne bis 2016 noch viel verändern, sagte Timotheus Höttges .
/ Achim Sawall
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Timotheus Höttges (Bild: Ina Fassbender/Reuters)
Timotheus Höttges Bild: Ina Fassbender/Reuters

Der künftige Vorstandschef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, hat eine weitere Lockerung der Drosselungsgrenzen beim Datenvolumen der DSL-Anschlüsse in Aussicht gestellt. "Wenn die neuen Regeln ab 2016 in Kraft treten, schauen wir uns genau an, welche Kunden was wollen und nutzen" , sagte Höttges der Rheinischen Post(öffnet im neuen Fenster) . "Wenn der Durchschnittsnutzer dann wegen des Videobooms viel mehr Datenvolumen benötigt als aktuell, wird das Inklusivvolumen eben erhöht."

Künftig würden zudem deutlich mehr Kunden schnellere Anschlüsse mit 50 oder 100 MBit/s buchen, die höhere Datenvolumen inklusive erhielten.

Ab 2016 will die Telekom Vielnutzer ihrer Internetanschlüsse mehr zahlen lassen und bei Überschreiten bestimmter Datenvolumen die Geschwindigkeit drosseln. Am 12. Juni 2013 kündigte die Telekom bereits an, die Drosselung auf eine Datenübertragungsrate von 2 MBit/s statt 384 KBit/s heraufzusetzen . Die Telekom hält aber daran fest, bestimmte Dienste bevorzugt zu behandeln. Entertain soll weiterhin von der Drosselung ausgenommen werden. Dabei handle es sich um eine lineare Fernsehplattform, nicht um einen Internetdienst. Wie mit dem Video-on-Demand-Dienst Videoload verfahren werden soll, der sowohl über Entertain als auch als normaler Internetdienst angeboten wird, lässt die Telekom weiterhin offen.

Auf die Frage, wo die Telekom in zehn Jahren stehe, sagte Höttges: "Wir haben einige gigantische Internetkonzerne aus den USA, wir haben nur noch wenige Techniklieferanten – um da gegenzuhalten, wird es in Europa noch große Zusammenschlüsse geben müssen. Und weil sich unser Börsenwert deutlich besser entwickelt hat als der unserer Wettbewerber, sind wir gut aufgestellt."

René Obermann, der im Januar 2014 Vorstandschef des niederländischen TV-Kabelnetzbetreibers Ziggo wird , erklärte, er wolle nicht Aufsichtsratschef der Telekom werden. "Er bleibe der Telekom als Aktionär verbunden. Ansonsten bin ich die nächsten 10 bis 20 Jahre Unternehmer und Manager" , sagte der 50-Jährige.


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