Drosselung: Telekom gibt beim LTE-Speedon mehr Datenvolumen heraus

Die Deutsche Telekom verbessert ab dem 7. August 2014 die Konditionen der Speedon-Optionen für die LTE-Call-&-Surf-Comfort-via-Funk-Tarife. Das gab der Konzern in seinem Blog bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Mit der Option Speedon könnten Telekom-Mobilfunknutzer Datenvolumen hinzukaufen, um die Drosselung des Konzerns zu beenden. Nutzer der LTE-Zugänge für die ländliche Internetversorgung werden damit für den Rest des Monats auf eine Geschwindigkeit von maximal 384 KBit/s für den Downstream gesetzt.
Im LTE-Tarif Call & Surf Comfort via Funk M werden nach Verbrauch des Inklusivvolumens mit Speedon weitere 15 GByte bereitgestellt, im Tarif Call & Surf Comfort via Funk L sind es 30 GByte. Im Tarif S bleibt es bei 10 GByte. Bislang bekamen Nutzer mit Speedon in jeder Tarifvariante 10 GByte. Speedon kostet weiterhin in allen Tarifen 14,95 Euro.
Die Verbesserung der Zubuchoption sei das Ergebnis eines Kundenworkshops zu den Tarifen für ländliche Gebiete. "Wir wollten wissen, was unsere Kunden sich wünschen, hatten aber auch klar gesagt, dass eventuelle Neuerungen für uns wirtschaftlich und technisch machbar sein müssen" , so die Telekom. Es würden weitere Schritte folgen.
Eine Verbraucherzentrale hatte zuvor eine Lockerung der Drosselung für die ländlichen LTE-Tarife durchgesetzt. Alle Nutzer, die ihren Vertrag vor dem 5. Dezember 2013 abgeschlossen haben, konnten ab Januar 2014 dreimal im Monat jeweils 10 GByte kostenfrei hinzubuchen.
"Die jüngste Tarifänderung kann an der Situation der Bestandskunden, die monatlich 30 GByte Zusatzvolumen bekommen, nichts ändern" , sagte Katja Henschler, Sprecherin der Verbraucherzentrale, Golem.de. Dies sei kein Zugeständnis gewesen, sondern Bestandteil der von den Verbraucherschützern durchgesetzten Unterlassungserklärung.
Die Reaktionen auf die Speedon-Verbesserung im Leserforum des Telekom-Blogs waren dagegen sehr verhalten.