Abo
  • Services:
Anzeige
Telekom-Chef René Obermann
Telekom-Chef René Obermann (Bild: Albert Gea/Reuters)

Wie viel zahlen DSL-Provider und Content-Anbieter?

Wir haben uns bei DSL-Anbietern umgehört und gefragt, welche Traffic-Preise sie an die Telekom zahlen. Ein großer DSL-Provider, der namentlich nicht genannt werden will, bestätigt: Die Telekom verlangt von DSL-Anbietern für 1 GByte nur "wenige Cent".

Dies sei zwischen DSL-Providern marktüblich. Dabei verfügt der Provider über Vergleichsmöglichkeiten, denn das Unternehmen vermarktet DSL-Zugänge von mehreren Netzbetreibern.

Anzeige

Allerdings wird hier in großen Kontingenten abgerechnet: "Dem Provider werden nicht etwa 2 Milliarden TByte in Rechnung gestellt. Es gibt ein Komplettvolumen in Kontingentverträgen. Es gibt also keinen echten Preis, der berechnet wird, sondern eine Preisspanne, aus der sich ein theoretischer Wert für 1 GByte berechnen lässt. Wenn das festgelegte Kontingent überschritten wird, wird ein deutlich zweistelliger Preis im Cent-Bereich berechnet. Das kommt aber nicht zum Tragen."

Wie viel zahlen Content-Anbieter?

Und wie sieht es am anderen Ende aus, also dort, wo die Content-Anbieter ihre Inhalte verteilen? Wir haben uns angeschaut, welche Preise Anbieter von Content Delivery Networks von ihren großen Kunden verlangen: Dan Raburn veröffentlicht regelmäßig eine Studie, die aufzeigt, welche Preise CDN-Betreiber erheben. Demnach lagen die Preise für CDN-Traffic vor rund einem Jahr zwischen 1 und 12 US-Cent pro GByte, abhängig vor allem davon, zu welcher Mindestabnahme sich Kunden verpflichten.

Ein Verkäufer für Traffic in Content Delivery Networks aus Deutschland bestätigt die Zahlen: "Das Pricing liegt im niedrigen einstelligen Centbereich, das gilt aber nur für sehr große Contentanbieter. Kleinere bezahlen deutlich mehr."

Er vermutet, dass die Telekom nicht drosseln will, weil der Traffic zu teuer wird, sondern weil durch den extrem hohen Datentraffic in den Ballungszentren die Peering-Punkte im Netz volllaufen. "Das ist zu merken, wenn man Samstagabend Videos im Internet anschauen will. Hier ist der Anschluss an die Hauptverteilerpunkte das Problem. Die Punkte, an denen der Traffic im Netz der Telekom ausgetauscht wird, haben nicht die ausreichende Kapazität. Die Telekom will drosseln, um ihr eigenes Netz zu entlasten."

Dieser Theorie zufolge müsste die Telekom ihre Peering-Punkte ausbauen. Gerade die Telekom tut sich aber mit Peering hierzulande schwer. Sie ist beispielsweise nicht am größten deutschen Internetknoten DeCIX in Frankfurt am Main präsent, wo viele Provider Traffic untereinander austauschen. Geht es nach der Telekom, sollen andere Provider zahlen, wenn sie Traffic ins Telekom-Netz leiten wollen. Und wenn auch die Inhalteanbieter zahlen, sollen ihre Inhalte auch nicht gedrosselt werden.

Aber auch der Einkauf von Traffic bei der Telekom ist nicht so einfach, wie es vom Marktführer erwartet wird. Ein Provider, der bei der Telekom Traffic einkaufen will, berichtet uns, er habe sich vor über einem halben Jahr mit der Telekom über eine Netzzusammenschaltung im kleinen Rahmen geeinigt und einen Netzwerkport mit einer Kapazität von 10 GBit/s bei der Telekom bestellt. Geschaltet hat die Telekom den Port bis heute nicht. Es fehlt der Telekom eine Netzwerkkarte. Im Ausland ist die Telekom in solchen Fällen schneller, wie Golem.de erfuhr. Hier bietet sie auch deutlich geringere Trafficpreise an, als im Heimatmarkt.

Von Golem.de nach den Trafficpreisen gefragt, rückt Telekom-Sprecher Blank von der bisherigen Argumentation ab.

 Drosselung: Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?Der Traffic ist nicht das Problem 

eye home zur Startseite
PeterBraum 12. Mär 2014

Natürlich kostet Netzausbau Geld und diesen finanziert eben die Telekom durch...

Anonymer Nutzer 13. Okt 2013

Von mir gibt es nicht einmal ein Tschüss. Genauso wenig wie ein "Hallo"! :-) Wenn es...

Atalanttore 15. Jun 2013

Leider sind die anderen Anbieter auch nicht besser.

Anonymer Nutzer 05. Jun 2013

Sorry, aber das eigentliche Problem erwähnt hier kaum jemand: Die Netzneutralität. Es...

phade 03. Jun 2013

Carrier != Peering. Die Telekom bietet in fast jedem Housingcenter ihre Dienste als...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. RegioHelden GmbH, Stuttgart
  2. Universität Passau, Passau
  3. Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS | Bremen, Bremen
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 286,99€ (Bestpreis!)
  2. 184,90€ + 3,99€ Versand (Bestpreis!)
  3. 17,99€ statt 29,99€

Folgen Sie uns
       


  1. The Legend of Zelda (1986 und 1995)

    Ein Abenteuer-Fundament für die Ewigkeit

  2. Mehr Möbel als Gadget

    Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

  3. Der Herr der Ringe

    Schatten des Krieges in Mittelerde angekündigt

  4. Konzeptfahrzeug

    Peugeot Instinct - autonom fahren oder manuell steuern

  5. Später Lesen

    Mozilla übernimmt Hersteller von Pocket

  6. Nokia 3, 5 und 6 im Hands on

    Ein guter Neuanfang ist gemacht

  7. Große Pläne

    SpaceX soll 2018 zwei Weltraumtouristen um den Mond fliegen

  8. Festnetz

    O2 will in Deutschland letzte Meile per Funk überwinden

  9. Robocar

    Roborace präsentiert Roboterboliden

  10. Code.mil

    US-Militär sucht nach Lizenz für externe Code-Beiträge



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo Switch eingeschaltet: Zerstückelte Konsole und gigantisches Handheld
Nintendo Switch eingeschaltet
Zerstückelte Konsole und gigantisches Handheld
  1. Nintendo Interner Speicher von Switch offenbar schon jetzt zu klein
  2. Hybridkonsole Leak zeigt Menüs der Nintendo Switch
  3. Hybridkonsole Hardware-Details von Nintendo Switch geleakt

Blackberry Key One im Hands on: Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur
Blackberry Key One im Hands on
Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur
  1. Xperia XA1 und XA1 Ultra Sony präsentiert zwei Android-Smartphones ab 300 Euro
  2. Yoga 520 und 720 USB-C und Kaby Lake für Lenovos Falt-Notebooks
  3. Alcatel A5 LED im Hands on Wenn die Smartphone-Rückseite wild blinkt

Asus Tinker Board im Test: Buntes Lotterielos rechnet schnell
Asus Tinker Board im Test
Buntes Lotterielos rechnet schnell
  1. Tinker-Board Asus bringt Raspberry-Pi-Klon
  2. Sopine A64 Weiterer Bastelrechner im Speicherriegel-Format erscheint

  1. Re: Ein iPhone in schön

    nightmar17 | 09:19

  2. Re: Ich will auch!

    chefin | 09:18

  3. Re: Die Zeit ist einfach vorbei

    My1 | 09:16

  4. Re: Rückseitiger Sensor

    nightmar17 | 09:15

  5. Re: Donald Trump

    M.P. | 09:15


  1. 09:15

  2. 08:03

  3. 07:54

  4. 07:44

  5. 07:32

  6. 07:00

  7. 00:29

  8. 18:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel