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Dropbox: Mehr als nur Cloud-Speicher

Dropbox-Chef Drew Houston zeigt, dass sein Unternehmen künftig mehr als nur ein Cloud-Speicher-Anbieter sein will: Mit einer Unternehmensanwendung, E-Mail, Fotoverwaltung und einem Werkzeug für gemeinsames Arbeiten in Word will sich das Unternehmen breiter aufstellen.

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Dropbox hat einige neue Funktionen und Services vorgestellt.
Dropbox hat einige neue Funktionen und Services vorgestellt. (Bild: Dropbox)

Dropbox hat sein Produktportfolio deutlich erweitert: Ab sofort stehen die bereits im November 2013 vorgestellten Geschäftsfunktionen von Dropbox für alle Nutzer zur Verfügung, zudem ist die Mailing-App Mailbox jetzt auch für Android verfügbar. Mit Carousel hat das Unternehmen eine eigene, kostenlose Fotogalerie-App für Android und iOS auf den Markt gebracht.

Carousel zeigt alle Fotos im Dropbox-Konto an

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Carousel arbeitet dabei als eine Art Front-End für die im eigenen Dropbox-Konto gespeicherten Fotos. Der Foto-Stream ist chronologisch sortiert und zeigt alle Bilder an, die sich auf dem Dropbox-Konto befinden - auch diejenigen, die nicht im Ordner für mobile Uploads abgelegt sind. Gleichzeitig werden mit der Smartphone-Kamera aufgenommene Bilder direkt auf Dropbox hochgeladen und in den Fotostream integriert. Der Nutzer kann dabei einstellen, ob die Fotos nur bei einer WLAN-Verbindung oder auch bei einer mobilen Datenverbindung hochgeladen werden sollen - ganz abstellen lässt sich der Upload nicht.

Fotos können innerhalb von Carousel nicht direkt gelöscht, sondern nur versteckt werden. Dann werden sie nicht mehr angezeigt, sind aber noch im Dropbox-Konto gespeichert. Carousel ermöglicht es dem Nutzer, Bilder einfach direkt mit anderen Carousel-Anwendern zu teilen. Dies funktioniert über einen internen Chat: Hierüber verschickte Bilder können direkt in die eigene Dropbox gespeichert werden.

Ein aufgeräumtes Postfach dank Mailbox

Mit Mailbox steht zudem das bereits seit vergangenem Jahr für iOS erhältliche und von Dropbox aufgekaufte E-Mail-Programm jetzt auch für Android zur Verfügung. Mailbox hat zum Ziel, das E-Mail-Postfach möglichst immer "leer" zu halten: Dies wird zum einen natürlich durch Löschen von Nachrichten, zum anderen aber auch durch praktische Archivierungsoptionen erreicht. So kann der Nutzer E-Mails zeitlich begrenzt ausblenden und einen Timer stellen, wann diese wieder in seinem Postfach erscheinen sollen. Auch eine Einordnung in Listen ist möglich. Momentan ist die Nutzung von Mailbox nur mit einem Gmail- oder iCloud-Konto möglich.

Zusätzlich zu diesen Consumer-Produkten stehen jetzt auch Dropbox' Geschäftsanwendungen für alle Nutzer zur Verfügung. Dropbox hatte im November 2013 die Trennung von privaten und geschäftlichen Konten aufgehoben und dabei einige neue Unternehmensfunktionen eingeführt. Administratoren erhalten Einblick in die Logfiles, um erkennen zu können, wer auf welche Daten zugreift. Remote-Wipe ermöglicht es Admins, einen Dropbox-Ordner aus der Ferne zu löschen, und mit Account-Transfer können alle Daten von einem Nutzer an einen anderen übertragen werden. Diese Funktionen sind jetzt für alle Interessierten verfügbar.

Project Harmony für eine verbesserte Kommunikation bei der Arbeit

Mit Project Harmony soll zudem noch in diesem Jahr eine Funktion eingeführt werden, mit der die gemeinsame Arbeit an Dokumenten vereinfacht werden soll. Damit ist nicht nur ersichtlich, wer gerade ein Dokument bearbeitet - dank einer Chat-Funktion können Mitarbeiter während der Bearbeitung auch direkt miteinander kommunizieren. Nähere Informationen zu Project Harmony will Dropbox in den nächsten Tagen preisgeben. Auf einem Screenshot ist aber bereits ersichtlich, dass der Chat am Rand eines Powerpoint-Fensters unter Windows als Blasen angezeigt wird.

Zusätzlich zur Ankündigung der neuen Funktionen hat Dropbox-Chef Houston Dennis Woodside begrüßt, der künftig das operative Geschäft von Dropbox leiten wird. Woodside war vorher Chef von Motorolas Mobility-Sparte und wechselte im Februar 2014 zu Dropbox.



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