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US-Drohne Predator: rund 400 Einsätze seit 2002
US-Drohne Predator: rund 400 Einsätze seit 2002 (Bild: General Atomics)

Dronestream: Jeder Angriff ein Tweet

US-Drohne Predator: rund 400 Einsätze seit 2002
US-Drohne Predator: rund 400 Einsätze seit 2002 (Bild: General Atomics)

In Zukunft gilt: Wenn eine US-Drohne in Pakistan, Somalia oder dem Jemen zuschlägt, gibt es einen Tweet auf Dronestream. Mit dem Feed will Josh Begley den Drohnenkrieg der USA dokumentieren. Eine entsprechende App von ihm wollte Apple nicht zulassen.

Seit zehn Jahren setzt das US-Militär Kampfdrohnen gegen Terroristen ein. Nicht nur im Irak und in Afghanistan, sondern auch in Pakistan, Somalia und dem Jemen. Ein neuer Twitter-Feed dokumentiert den unbekannten unbemannten Kampf der USA gegen den Terror.

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Dronestream heißt der Feed, den der New Yorker Josh Begley eingerichtet hat. Er will für jeden bekannten Drohnenangriff der USA außerhalb Afghanistans und des Iraks einen Tweet absetzen.

Viel Arbeit

Seit dem 11. Dezember 2012 betreibt Begley das Angebot. Aufzuarbeiten gibt es viel: Nach zwölf Stunden Twitterns habe er es gerade mal bis März 2010 geschafft, schreibt Begley am Dienstagabend (Ortszeit New York). Rund 400 Angriffe sind es nach den Angaben des britischen Bureau of Investigative Journalism, auf dessen Daten sich Begley stützt.

Den Anfang macht ein Angriff im Jemen am 23. November 2002. Eine Drohne vom Typ Predator bombardierte ein Auto und tötete sechs Menschen, die der US-Geheimdienst CIA verdächtigte, Mitglieder des Netzwerks El Kaida zu sein. Zuletzt schlug die CIA am Sonntag gegen einen El-Kaida-Führer in Pakistan zu. Der Angriff kostete mehrere Menschen das Leben - aber so weit ist Begley noch nicht.

iOS-App Drones+

Er habe vor etwa drei Jahren angefangen, sich mit Drohnen zu beschäftigen, weil er so wenig darüber wusste, sagte er dem US-Nachrichtenangebot Digital Beast. Im Sommer programmierte er dann die iOS-App Drones+. Diese bestand im Wesentlichen aus einer Karte, die anzeigt, wo die Angriffe stattfanden. Außerdem sollte sie den Nutzer über neue Angriffe informieren.

Apple weigerte sich jedoch, die App in den App Store aufzunehmen. Mehrfach habe Apple Drones+ abgelehnt - zunächst aus technischen, danach aus inhaltlichen Gründen, erzählte Begley seinerzeit dem US-Technologiemagazin Wired.

Daraufhin entschloss er sich, den Dronestream einzurichten. Er überlegt aber, die App für andere Plattformen wie Android bereitzustellen.


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Endwickler 14. Dez 2012

die Mampfdrone drin?

Anonymer Nutzer 13. Dez 2012

Wer sagt denn was von "nicht mehr berichten". Ich wollte lediglich verständlich machen...

Rufer_im_Walde 13. Dez 2012

Gut um die Debatte mal wieder auf eine sachliche Ebene zurück zu führen und diesem...

Noppen 13. Dez 2012

+2 Betrachten wir die Ablehnung als eine kostenlose Werbeaktion für einen Dienst, der...

Salzbretzel 13. Dez 2012

Jeder Tweet von Dronestream (retweet ausgenommen) soll einen dokumentierten Angriff...



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