• IT-Karriere:
  • Services:

Drone Swarm: "32.000 Drohnen sind viel zu viel für die CPU"

Zehntausende Drohnen, gesteuert durch den Spieler: Technisch und spielerisch geht Stillalive Studios mit Drone Swarm neue Wege. Golem.de hat mit Entwickler Julian Mautner unter anderem darüber gesprochen, warum die GPU für die Berechnung der Drohnen zuständig ist.

Ein Interview von veröffentlicht am
In Drone Swarm steuert der Spieler 32.000 Drohnen.
In Drone Swarm steuert der Spieler 32.000 Drohnen. (Bild: Stillalive Studios)

Mit einem Befehl scheucht der Spieler 32.000 Drohnen durch das All und stößt so die Triebwerke einer feindlichen Fregatte aus ihrer Flugbahn: Das soll im PC-Strategiespiel Drone Swarm möglich sein, an dem Stillalive Studios (Son of Nor) aus Österreich arbeitet. Unter anderem mit dem riesigen, flüssig animierten Drohnenschwarm geht der Titel auch technisch neue Wege, die Entwickler Julian Mautner mit einem Vortrag auf dem Tech Summit von Golem.de im April 2017 in Berlin vorstellt.

Stellenmarkt
  1. KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main
  2. Oerlikon Surface Solutions AG, Balzers (Liechtenstein)

Golem.de: Was ist das Besondere an der Umsetzung von Drone Swarm?

Julian Mautner: Die Technologie dahinter bietet ein paar echte Herausforderungen. Damit meine ich vor allem die Simulation des Schwarms mit seinen 32.000 einzeln simulierten Drohnen, die sich durch den Weltraum bewegen. Das Besondere ist, wie wir das in Echtzeit hinbekommen und wie die Kombination aus flüssiger Dynamik und Schwarmverhalten funktioniert.

Eine der Schwierigkeiten ist etwa, dass wir das Verhalten der Drohnen auf der GPU berechnen. Wir müssen die Daten dann aber sehr schnell wieder auf die CPU übertragen, weil wir sie da ja für die Spielelogik benötigen. Beispielsweise müssen die Drohnen wissen, worauf sie schießen.

Golem.de: Warum berechnet ihr die Schwarmlogik auf der GPU und spart euch diesen Austausch nicht?

Mautner: Die CPU ist zu langsam. Selbst wenn wir da zwei oder drei Threads laufen hätten - 32.000 Drohnen sind einfach viel zu viel. Außerdem müssen wir das Ganze dann ja auch noch rendern. Wenn wir also einzelne, auf der CPU berechnete Objekte auf die GPU übertragen müssten, gäbe es schlicht ein Bandbreitenproblem. Also berechnen wir alles auf der GPU, trotz des Flaschenhalses beim anschließenden Übertragen auf die CPU. Da müssen wir tricksen.

Golem.de: Welche Engine und welche Middleware verwendet ihr?

Mautner: Wir setzen auf Unity. Letztlich simulieren wir den Schwarm mit Hilfe von Shadern. Aber um das in Echtzeit hinzubekommen, haben wir unsere eigenen Renderer und Technologien. Wenn es etwa darum geht, die Daten von der GPU auf die CPU zu übertragen, verwenden wir statt Unity unser eigenes Plug-in für DirectX.

Golem.de: Was könnte man mit dieser Art von Technologie noch alles in Spielen machen?

Mautner: GPU-basierte Partikel sind im Grunde die Vorstufe von unserem Schwarm - sie können grafisch imposant herumfliegen, haben aber kein eigenes Gameplay. Unser Schwarm ist die nächste Stufe, mit eigenen Aktionen und Reaktionen. Ich denke, damit kann man noch sehr viel machen. Ein Schwarm als Mittel in einem Spiel ist einfach interessant, egal ob es um Fische oder um Galaxien geht.

Golem.de: Wie weit seid ihr eigentlich mit der Entwicklung von Drone Swarm?

Mautner: Wir nennen den aktuellen Status immer noch Pre-Alpha. Die Technologie ist schon ziemlich ausgereift, aber beim Gameplay müssen wir noch die richtige Balance herstellen und viele Playtests machen, damit das Spiel wirklich gut wird.

Mehr über die Technologie hinter Drone Swarm erklärt Entwickler Julian Mautner in seinem Vortrag auf dem Tech Summit von Golem.de im Rahmen der Spieleentwicklermesse Quo Vadis am 25. April 2017 in Berlin.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Lenovo 27 Zoll Monitor für 189,00€, Steelseries Arctis Pro wireless Headset für 279...
  2. (aktuell u. a. Toshiba-Festplatte N300 10TB für 279,00€ (Bestpreis!) und HP 25x LED-Monitor für...
  3. (u.a. Transcend SDXC 64 GB für 10,79€ und Samsung microSDXC 256 GB für 42,99€)
  4. (u. a. Borderlands 3 - Epic Games Store Key für 38,99€ und GRID - Ultimate Edition für 32,99€)

Apfelbrot 13. Apr 2017

Etwas das vermutlich überhaupt nicht auffällt. Das ist Blödsinn. Ja du kannst ja gerne...

bccc1 09. Apr 2017

Hat er doch eindeutig geschrieben. Dass er diese Meinung hat, ist eine Tatsache.

Theoretiker 07. Apr 2017

Die Xeon gibt es mit unterschiedlich vielen Kernen, 8, 12, 18, sogar über 20 inzwischen...

Theoretiker 07. Apr 2017

Gibt es letztlich! Schau dir mal den »Intel Xeon Phi 7290« an. Das Teil hat 72 Kerne mit...

Cok3.Zer0 06. Apr 2017

Im Prinzip ja, die Fluidgleichungen sind unter einander gekoppelt, aber vereinfacht, da...


Folgen Sie uns
       


Samsungs 49-Zoll-QLED-Gaming-Monitor - Test

Der Samsung CRG9 ist nicht nur durch sein 32:9-Format beeindruckend. Auch die hohe Bildfrequenz und sehr gute Helligkeit ermöglichen ein sehr immersives Gaming und viel Platz für Multitasking.

Samsungs 49-Zoll-QLED-Gaming-Monitor - Test Video aufrufen
Confidential Computing: Vertrauen ist schlecht, Kontrolle besser
Confidential Computing
Vertrauen ist schlecht, Kontrolle besser

Die IT-Welt zieht in die Cloud und damit auf fremde Rechner. Beim Confidential Computing sollen Daten trotzdem während der Nutzung geschützt werden, und zwar durch die Hardware - keine gute Idee!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Gaia-X Knoten in Altmaiers Cloud identifzieren sich eindeutig
  2. Gaia-X Altmaiers Cloud-Pläne bleiben weiter wolkig
  3. Cloud Ex-SAP-Chef McDermott will Servicenow stark expandieren

Mi Note 10 im Kamera-Test: Der Herausforderer
Mi Note 10 im Kamera-Test
Der Herausforderer

Im ersten Hands on hat Xiaomis Fünf-Kamera-Smartphone Mi Note 10 bereits einen guten ersten Eindruck gemacht, jetzt ist der Vergleich mit anderen Smartphones dran. Dabei zeigt sich, dass es einen neuen, ernstzunehmenden Konkurrenten unter den besten Smartphone-Kameras gibt.
Von Tobias Költzsch

  1. Mi Note 10 im Hands on Fünf Kameras, die sich lohnen
  2. Xiaomi Neues Redmi Note 8T mit Vierfachkamera kostet 200 Euro
  3. Mi Note 10 Xiaomis neues Smartphone mit 108 Megapixeln kostet 550 Euro

Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

    •  /