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Drohnenkrieg: Drohne mit Mikrowellensender soll Drohnenschwärme abfangen

Mit minimalen Kosten soll der Drohnenjäger mit einer Strahlungswaffe bis zu 50 anfliegende Drohnen unschädlich machen können.
/ Mario Petzold
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Die Abwehrdrohne Morfius als Computergrafik (Bild: Lockheed Martin)
Die Abwehrdrohne Morfius als Computergrafik Bild: Lockheed Martin

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin(öffnet im neuen Fenster) hat mit Morfius ein Hochenergie-Mikrowellen-Drohnenabwehrsystem vorgestellt. Es basiert auf einer seit 2017 eingesetzten Drohne und nutzt einen ebenfalls schon erprobten Mikrowelleneffektor.

Geplant ist, dass die Abwehrdrohne auf einem Flug bis zu 50 gegnerische Drohnen zum Absturz bringen kann. Ohne explosive Munition sollen die Schäden am Boden vergleichsweise gering ausfallen, nur die abgefangene Drohne selbst würde abstürzen. darüber hinaus genügt nach der Landung eine erneute Energieversorgung, um den nächsten Einsatz beginnen.

Erste Flugtests mit Morfius wurden bereits durchgeführt. Weitere Prototypen sollen demnächst gebaut und ebenfalls getestet werden, um in wenigen Jahren mit der Serienproduktion starten zu können.

Theoretisch wird Strahlungsbeschuss schon länger diskutiert

Seit Jahren wird über die Möglichkeit der Zerstörung von Drohnen durch elektromagnetische Strahlung nachgedacht. Die Fraunhofer-Gesellschaft(öffnet im neuen Fenster) nahm diesbezüglich 2020 eine Analyse vor, weil bereits klar war, dass eine Vielzahl an Drohnen mit konventionellen Methoden nur zu erheblichen Kosten abgefangen werden könnten.

Demnach war schon damals klar, dass Drohnenschwärme aus vergleichsweise preiswerten unbemannten Flugsystemen mit energiereicher Strahlung gestört werden könnten. Das wäre dann der Fall, wenn günstige, für den Privatsektor entwickelte Elektronik zum Einsatz kommt, die lediglich gegen die typische Hintergrundstrahlung geschützt ist. Die aktuelle Entwicklung geht genau in diese Richtung.

Sitzt die Strahlungsquelle wie bei der vorgestellten Variante selbst auf einer Drohne, ist auch das Problem beseitigt, dass die hochenergetische Strahlung über große Distanzen wirken müsste.

Laut Lockheed Martin verliefen die ersten Versuche, mit hochenergetischer Mikrowellenstrahlung andere Drohnen zum Absturz zu bringen, erfolgreich. Munitionskosten würden gar nicht anfallen und auch die Missionskosten der wiederverwendbaren Drohne sollen moderat ausfallen.


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