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Drohnenabwehr: US-Militär schießt Kartelldrohnen mit Hochenergielaser ab

An der Grenze zu Mexiko hat das US-Militär erstmals mutmaßlich von Kartellen eingesetzte Drohnen mit einem Hochenergielaser zerstört.
/ Mike Faust
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Das Lasersystem lässt sich auch auf schweren Militärfahrzeugen montieren. (Bild: Scanpix Baltics via Reuters Connect)
Das Lasersystem lässt sich auch auf schweren Militärfahrzeugen montieren. Bild: Scanpix Baltics via Reuters Connect

Das US-Militär soll im Rio Grande Valley im Süden des US-Bundestaats Texas drei Drohnen mit einem Hochenergielaser abgeschossen haben. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster), fanden die Einsätze in der Nacht vom 25. auf den 26. August 2026 statt.

Dem Bericht nach sollen die Fluggeräte von mexikanischen Kartellen für Aktivitäten eingesetzt worden sein, die eine physische Bedrohung für US-Soldaten und Mitarbeiter der Grenzschutzbehörde CBP darstellten.

Für die Abschüsse wurde das Army Multipurpose High Energy Laser System (AMP-HEL) verwendet. Der Einsatz wird als der erste Einsatz des Systems gegen Kartelldrohnen an der amerikanisch-mexikanischen Grenze bezeichnet. Welches Kartell die Drohnen gesteuert haben soll und um welche Modelle es sich handelte, teilte das Militär nicht mit.

Zwei problematische Vorfälle im Februar 2026

AMP-HEL basiert auf Aerovironments Locust-Lasersystem und hat etwa 20 kW Leistung. Die ersten beiden Prototypen lieferte der Hersteller im Jahr 2025 an die United States Army. Sie wurden zunächst auf sogenannte Infantry Squad Vehicles von General Motors Defense montiert. Später folgten auch Versionen auf schwereren Militärfahrzeugen (JLTV).

Laserwaffen gelten insbesondere gegen kleine Drohnen als interessant, weil pro Abschuss keine teure Lenkwaffe verbraucht wird. Begrenzend wirken dabei unter anderem Sichtverhältnisse, Wetter und die verfügbare elektrische Leistung.

Die Erfolgsmeldung folgt laut Reuters auf zwei problematische Vorfälle mit denselben Abwehrsystemen. Im Februar 2026 schoss das US-Militär versehentlich eine Drohne des US-amerikanischen Grenzschutzes nahe Fort Hancock in Texas ab(öffnet im neuen Fenster).

Außerdem wurde, ebenfalls im Februar 2026, der Luftraum über El Paso in Texas und über dem südlichen New Mexico für 10 Tage gesperrt(öffnet im neuen Fenster), nachdem die Grenzschutzbehörde CBP Laser zur Drohnenabwehr in der Nähe des US-Militärstandorts Fort Bliss in El Paso eingesetzt hatte, ohne die US-Bundesluftfahrtbehörde FAA vorab zu informieren.

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