Drohnenabwehr: Smartes Visier für Handfeuerwaffen schießt selbstständig

Im Zuge des Projekts Flytrap(öffnet im neuen Fenster) wird auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels in Bayern ein sogenannter Smart Shooter Smash getestet. Die Übung, die in Deutschland und Polen stattfindet, dient insbesondere der Verbesserung der Drohnenerkennung und Drohnenabwehr.
Dazu soll auch das Visier Smart Shooter Smash 2000L beitragen. Im Gegensatz zu früheren Systemen, die bereits 2021 von der Bundeswehr getestet(öffnet im neuen Fenster) wurden, verfügt diese neuere Version über spezielle Anpassungen für die Drohnenbekämpfung und soll vielseitiger verwendbar sein.
Ist das potenzielle Ziel festgelegt, wird der optimale Zielpunkt mithilfe von Verfolgungsalgorithmen festgelegt und im Visier angezeigt. Zudem verhindert das System die Schussauslösung. Diese wird so lange blockiert, bis die Handfeuerwaffe korrekt ausgerichtet ist, um die Trefferwahrscheinlichkeit deutlich zu erhöhen.
Spezielle Ausrichtung auf Drohnen
Entwickelt wird das System in Israel. Dort wird es bereits für militärische Zwecke eingesetzt. Übungen damit gab es bereits in Großbritannien, den Niederlanden und weiteren Ländern.
Die Variante 2000L soll durch ein möglichst geringes Gewicht von knapp 1 kg und geringere Abmessungen als bei früheren Versionen deutlich einfacher eingesetzt werden können. In Hohenfels reichte der Bajonetthalter eines Colt M4A1 zur Arretierung aus.
Neben der Entfernungsmessung per Laser, der Bilderkennung und intelligenten Zielverfolgung wurde mit dem Smart Hopper eine Drohnenerkennung integriert. Damit lassen sich anfliegende Drohnen bereits aus mehr als 1 km Entfernung orten. Die Daten werden mit dem intelligenten Visier am Gewehr geteilt.
Zu den Kosten des Systems oder dem zukünftigen Einsatz der Technik gibt es keine Angaben. Das US-Militär investierte im Jahr 2024 bereits 13 Millionen US-Dollar in die Weiterentwicklung des Smart Shooter, die nun erprobt wird.



