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Automatisierte Verkehrskontrolle für Drohnen

Für diese Zeit muss die Operation unterbrochen werden. Der Patient bleibt so lange in der Narkose. Durch den Einsatz von Drohnen könnten diese Narkosezeiten stark gesenkt werden. "Es geht hier um Minuten", sagte Boris Wechsler, bei ZAL Projektleiter für Medifly, Golem.de. "Je älter der Patient ist, desto kritischer wird es."

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Abseits der großen Städte sind längere Straßentransporte noch problematischer. Dort geben Krankenhäuser Gewebeproben erst nach der Operation in die Pathologie eines anderen Krankenhauses. Das liegt dann aber nicht im benachbarten Stadtteil, sondern in einer weiter entfernten Stadt. Erst nach der Untersuchung dort können Ärzte entscheiden, ob eine weitere Operation notwendig ist. Für die Patienten bedeutet dies das Risiko eines zweiten chirurgischen Eingriffs.

Ein Drohnen-Transportdienst könnte nicht nur die reine Transportzeit senken. Patienten müssten weniger Zeit in der Narkose verbringen. Außerhalb der großen Städte wäre auch schneller klar, ob die Ärzte ein zweites Mal operieren müssen.

Aufwendige Abstimmungsphase

Die Flugversuche im Februar hatten noch ein weiteres Ziel. Sie sollten klären, ob derartige Flüge sicher über dem Stadtgebiet durchgeführt werden können. Die Drohne flog zwar autonom, aber entlang der Route standen Streckenposten, die bei Schwierigkeiten hätten eingreifen können.

Die Flüge waren mit dem Tower vom Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel und der Hamburgischen Landesluftfahrtbehörde abgestimmt. Das erforderte eine monatelange und aufwendige Abstimmungsphase vor den eigentlichen Versuchen. "Die Integration in den regulären Flugverkehr ist noch nicht geklärt. Das soll in der nächsten Projektphase geschehen", sagte Wechsler.

  • Eine Medifly-Drohne auf dem Hubschrauber-Landeplatz des Bundeswehr-Krankenhauses... (Bild: R. Reinhardt/Medifly Hamburg/ZAL)
  • ... und beim Transport von Gewebeproben (Bild: R. Reinhardt/Medifly Hamburg/ZAL)
  • Die Medifly-Drohne wird auf den Einsatz vorbereitet. (Bild: R. Reinhardt/Medifly Hamburg/ZAL)
  • Einsatzbesprechung vor dem Start (Bild: R. Reinhardt/Medifly Hamburg/ZAL)
  • Das Display des Drohnenpiloten: Zu sehen ist die Umgebung vor und unter der Drohne sowie ihr Kurs. (Bild: R. Reinhardt/Medifly Hamburg/ZAL)
  • Bereit für den nächsten Flug (Bild: R. Reinhardt/Medifly Hamburg/ZAL)
... und beim Transport von Gewebeproben (Bild: R. Reinhardt/Medifly Hamburg/ZAL)

Es gab noch ein anderes Problem. Während der Drohnenflüge mussten die Entwickler ständig damit rechnen, dass ein Rettungs- oder Polizeihubschrauber in den für die Drohne reservierten Luftraum einflog.

NXP ist Partner von UDVeo

Hier setzt das Projekt UDVeo an. Die Federführung liegt bei der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr (HSU) in Hamburg. Daneben sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Hamburger Wirtschaftsbehörde, Industriepartner wie der Chiphersteller NXP sowie auf Drohnensysteme spezialisierte Firmen beteiligt. UDVeo ist dabei, die Anforderungen an ein Drohnen-Leitsystem zu klären.

Bisher fehlt ein solches eigenes Leitsystem und über jeden Drohnenflug entscheiden mehrere Behörden. "Ein Pilot, der Drohnen fliegen lassen will, wird von der Stadt als Einzelfall behandelt", sagte Alexander Fay vom HSU-Institut für Automatisierungstechnik Golem.de.

Das Institut sucht nach geeigneten automatisierungs- und informationstechnischen Lösungen. Außerdem soll UDVeo auch rechtliche Lösungen für den reibungslosen Drohnen-Luftverkehr liefern. Denn im Moment schränkt die aufwendige Genehmigung für jeden einzelnen Flug nicht nur Anwendungen wie Medifly ein. Es ist auch für die Genehmigungsbehörden ein großer Aufwand.

Hinzu kommt, dass immer mehr Drohnenflüge außerhalb des Sichtbereichs der Piloten durchgeführt werden.

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 Drohnen in der Stadt: Schneller als jeder RettungswagenDie Tests mit den Drohnen waren erfolgreich 
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adorfer 05. Jun 2020

ADS-B existiert. Es skaliert nur nicht. Ausserdem ist inzwischen aufgefallen, dass...

narfomat 04. Jun 2020

soldaten sind natürlich NICHT kostenfrei und deshalb hab insbesondere ICH gar nix...

Michael H. 03. Jun 2020

Ein Glück arbeitest du in dem Sektor um so eine differenzierte Aussage zu treffen oder...


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