Drohnen: DJI stoppt Geschäfte in Russland und Ukraine

Kommerzielle Drohnen spielen im Ukrainekrieg eine wichtige Rolle. DJI will damit nicht mehr in Verbindung gebracht werden.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
DJI will vorübergehend nicht mehr in Kriegsgebiet liefern.
DJI will vorübergehend nicht mehr in Kriegsgebiet liefern. (Bild: Carlos Garcia Rawlins/File Photo/Reuters)

Der weltgrößte Drohnenhersteller DJI aus China hat seine Geschäfte in Russland und der Ukraine ausgesetzt. Das Technologie-Unternehmen aus dem ostchinesischen Hangzhou "überprüft intern die Erfüllung von Anforderungen in den verschiedenen Jurisdiktionen", ging am Mittwoch aus einer Mitteilung auf seiner Webseite hervor. Währenddessen stelle DJI seine geschäftlichen Aktivitäten in Russland und der Ukraine "vorübergehend" ein. Mit dem großen Produzenten von industriellen und privaten Drohnen zieht sich ein besonders prominentes chinesisches Unternehmen aus der Kriegsregion zurück. Chinas Position in dem Konflikt ist umstritten. Die chinesische Führung gibt Russlands Präsident Wladimir Putin politisch Rückendeckung und stellt die USA und die Osterweiterung der Nato als das Hauptproblem dar.

Stellenmarkt
  1. Senior IT-Architect Datensicherung (m/w/d)
    BWI GmbH, deutschlandweit
  2. Frontend Developer (m/w/d) E-Commerce-Suite
    ecovium GmbH, Neustadt am Rübenberge, Pforzheim, Düsseldorf
Detailsuche

Ukrainische Offizielle hatten DJI-Drohnen nach einem Bericht des Wall Street Journal als Sicherheitsrisiko für ihr Militär und für Zivilisten kritisiert. Unter Hinweis auf technische Probleme wurde der Verdacht geäußert, dass Geräte von dem Unternehmen manipuliert worden sein könnten. Auch äußerten sie Sorge über den erfolgreichen Einsatz der Drohnen auf russischer Seite. Laut Wall Street Journal bestritt DJI die Vorwürfe. Das Unternehmen gestatte den Verkauf der Drohnen nicht zu militärischen Zwecken, wurde ein Sprecher zitiert.

Drohnen im Krieg

Im Ukrainekrieg setzen die Konfliktparteien auf moderne militärische Drohnen. Die Ukraine nutzt etwa jene des Typs Bayraktar TB2 aus der Türkei, die russischen Truppen die Eigenproduktion Orion oder auch Kamikazedrohnen, was sich zu einer eigenen Art Kriegsschauplatz entwickelt.

Zusätzlich dazu kommen aber auch leicht kommerziell verfügbare Drohnen wie jene von DJI oder gar selbstgebautes Equipment aus leicht erhältlichen Einzelteilen zum Einsatz. Dabei steht DJI als größter Hersteller schon länger im Fokus. So boykottierten etwa Mediamarkt und Saturn das Unternehmen zwischenzeitlich, nachdem Vorwürfe gegen DJI erhoben wurden, dass es mit dem russischen Militär kooperiere. DJI wies dies jedoch zurück.

Golem Akademie
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.06.2022, virtuell
  2. Container Technologie: Docker und Kubernetes - Theorie und Praxis: virtueller Drei-Tage-Workshop
    04.-07.07.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Alle aktuellen Golem.de-Artikel und weitere News zum Ukrainekrieg finden sich in unserem Liveblog.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raspberry Pi
Besser gießen mit Raspi und Xiaomi-Pflanzensensor

Wer keinen grünen Daumen hat, kann sich von Sensoren helfen lassen. Komfortabel sind sie aber erst, wenn die Daten automatisch ausgelesen werden.
Eine Anleitung von Thomas Hahn

Raspberry Pi: Besser gießen mit Raspi und Xiaomi-Pflanzensensor
Artikel
  1. Activision Blizzard: Ausgewogene-Charakter-Tool sorgt für Diskussionen
    Activision Blizzard
    Ausgewogene-Charakter-Tool sorgt für Diskussionen

    Sexuelle Orientierung, ethnische Abstammung? Entwickler von Call of Duty und Overwatch können ein Werkzeug für mehr Vielfalt verwenden.

  2. Bundesländer: Umweltminister einig über Autobahn-Tempolimit
    Bundesländer
    Umweltminister einig über Autobahn-Tempolimit

    Die Landesumweltminister der Bundesländer haben sich einstimmig für ein Tempolimit auf Autobahnen ausgesprochen. Was fehlt, ist dessen Höhe.

  3. Emirates Telecommunications Group: Abu Dhabi wird größter Anteilseigner von Vodafone
    Emirates Telecommunications Group
    Abu Dhabi wird größter Anteilseigner von Vodafone

    Für 4,4 Milliarden US-Dollar hat Emirates Telecommunications Group 10 Prozent an Vodafone erworben. Der staatliche Konzern ist bekannt für seine Internet-Inhaltefilter.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 46% Rabatt auf Mäuse & Tastaturen • Grafikkarten günstig wie nie (u. a. RTX 3080Ti 12GB 1.285€) • Samsung SSD 1TB (PS5-komp.) günstig wie nie: 143,99€ • Microsoft Surface günstig wie nie • Jubiläumsangebote bei MediaMarkt • Bosch Prof. bis zu 53% günstiger[Werbung]
    •  /